ZKB Weekly KMU Portrait: Davos Klosters Bergbahnen AG

Von moneycab - 11:00

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Carlo Schertenleib

Carlo Schertenleib, Präsident und VR-Delegierter Davos Klosters Bergbahnen AG. (Foto: DKB)

Davos – Die Davos Klosters Bergbahnen AG geht aus der Vereinigung der ursprünglich unabhängigen Unternehmen Davos-Parsenn-Bahnen AG, Bergbahnen Brämabüel & Jakobshorn AG, und Luftseilbahn Klosters-Gotschnagrat-Parsenn im Jahr 2003 hervor. Die Aktiengesellschaft betreibt unter dem Namen Davos Klosters Mountains mehrere Skigebiete in Davos und Klosters. Des Weiteren betreibt das Unternehmen unter dem Namen Mountain Hotels 19 Hotels in Davos und Klosters.

Geschäftsjahr 2016/17: Die Davos Klosters Bergbahnen AG musste zum dritten Mal in Folge einen Rückgang in den Ersteintritten hinnehmen, wobei der Rückgang mit 1.24% auf 876‘000 gegenüber den Vorjahren nicht mehr so massiv war. Die Verlangsamung könnte eine Folge der Stabilisierung des Franken-Euro-Kurses sein oder auch darauf zurückzuführen sein, dass der Negativtrend bei den Bergbahnen, und im Speziellen beim Schneesport, «langsam ein Ende nimmt». Sollte sich der Schweizer Franken bei diesem Wert einpendeln oder sogar noch etwas an Wert verlieren, könne das zu einer Trendwende bei den Einnahmen führen, so die Geschäftsleitung der Gesellschaft. Entgegen dem letzten Winter resultierte im Sommer 2016 bei den Ersteintritten eine Zunahme um 11’400 auf deren rund 165’000. Diese Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass mehr Mountainbiker für die Region gewonnen wurden. Der Verkehrsertrag für 2016/17 beläuft sich auf CHF 33.8 Mio. Der Betriebsertrag lag mit CHF 54.20 Mio. 1.4% über dem Vorjahresniveau. Daran haben mit CHF 14.56 Mio. die Einnahmen aus dem Hotel- und Gastrobereich einen wesentlichen Anteil.

In den zur Davos Klosters Bergbahnen AG gehörenden Hotels / Unterkünften wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr 112‘300 Logiernächte gezählt (111 800 Logiernächte). Das entspricht einer Zunahme von 0.4%. Der betriebliche Cashflow lag bei CHF 19.24 Mio. (CHF 18.36 Mio.) dies entspricht einer Marge von 35.5% (34.3%). Die EBITDA Marge konnte ebenfalls von 35.1% auf 37.5% gesteigert werden. Der Reingewinn lag mit CHF 2.46 Mio. 64% über dem Vorjahresniveau. An der kommenden Generalversammlung können die Aktionäre über eine unveränderte Dividende von CHF 3.6 / Aktie abstimmen.

Ausblick: Im Abschluss enthalten sind bereits CHF 4.7 Mio. für den Bau der neuen Furkasesselbahn. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist auf den Saisonbeginn 2017/18 geplant. Das Kostenmanagement wird weiterhin ein zentraler Punkt bleiben und im Fokus stehen.

Fazit: Dank dem guten Sommergeschäft konnten die Ersteintritte stabilisiert werden. Ob die Trendwende im Tourismussektor wirklich einsetzt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Nach wie vor werden die Erträge der Davoser vom Wintergeschäft dominiert, dieses macht rund 95% der Erträge aus. In den letzten beiden Jahren konnte ein solider Cashflow erarbeitetet werden. Dies ist für die Investitionen in die Anlagen und Infrastruktur wichtig. Die Davoser konnten in den letzten Jahren mit einer stabilen EBITDA Marge brillieren. In den letzten 7 Jahren betrugen diese 34.5%. Die Eigenkapitalquote liegt mit aktuell 28.67% im unteren Bereich des Sektors. Da nach OR abgeschlossen wird und der Anlagewert mit einem relativ tiefen Wert in der Bilanz ausgewiesen ist, dürften noch hohe stille Reserven verborgen sein. Im Bewertungsvergleich liegen die Bündner im Mittelfeld unserer Auswahl. Mit einer Dividendenrendite von 1.74% eignen sich die Aktien für Anleger mit einer Verbundenheit zur Region.

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