Prof. Dr. Walter Brenner, Geschäftsführender Direktor Institut für Wirtschaftsinformatik Universität St. Gallen.
Zürich – Die Intensität und Komplexität der Arbeit der Chief Information Officers nimmt zu. In den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende waren es vor allem Kostensenkungsmassnahmen oft in Verbindung mit Outsourcing, die im Mittelpunkt standen. In den letzten drei Jahren ist Innovation als neue Herausforderung dazugekommen. Viele Führungskräfte in der IT sind immer noch daran, diese “Klippe” zu erklimmen. In den Unternehmen, in denen die IT keine befriedigende Lösung im Bereich Innovation anzubieten hat, wächst die “graue IT” rasch.
Aber schon kommt mit dem Thema “Sicherheit” ein neues grosses Thema auf die CIOs zu. Professionelle Organisationen sind entstanden, welche die Sicherheit der Informationssysteme unterschiedlicher Branchen bedrohen. Zahlreiche Vorfälle, die es bis in die Tagespresse geschafft haben, beweisen, wie wichtig es für die Führungskräfte in der IT ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Prof. Dr. Walter Brenner, Geschäftsführender Direktor Institut für Wirtschaftsinformatik Universität St. Gallen, geht davon aus, dass das Dreieck “Kostensenkung”, “Innovation” und “Sicherheit” für viele CIOs in den nächsten Jahren eine grosse Herausforderung darstellen wird, der nicht alle gewachsen sind.
Das CIO-Forum 2012 bewegt sich im Spannungsfeld “Kostensenkung”, “Effizienz” und “Sicherheit”. CIOs aus unterschiedlichen Branchen und aus Unternehmen verschiedener Grösse legen dar, wie sie mit diesen Herausforderungen umgehen. Die Referentinnen und Referenten werden in ihren Vorträgen darstellen, wie sie mit diesem spannungsgeladenen Dreieck umgehen und welche Lösungen sie derzeit anstreben.
Fokusthemen des Forums:
- Internationalisierung/Sourcing/Euro-Krise
- XaaS/Digital Natives/Innovation
- Big Data/Analytics
- CIO Agenda: Rolle des CIOs, Prozessmanagement, Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen.
Mit folgenden Referenten, u.a.:
- Dietmar Böhm, CIO, Nobel Biocare
- Prof. Dr. Walter Brenner, Geschäftsführender Direktor, Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St. Gallen (Vorsitz)
- August Harder, CIO, Coop
- Dr. Guido Kaufmann, CIO und Leiter Operations local.ch
- Marcel Wiedemeier, Senior Global Client Services Architect, Novartis Institutes for BioMedical Research
- Christoph Zimmerli, Head of IT Applications, Omya (Schweiz) AGNovartis Pharma AG
CIO Forum | Renaissance Zürich Hotel, Zürich-Glattpark


Das Problem der CIOs: sie sehen sich zu leicht im Mittelpunkt der Geschäftsprozesse als die Bestimmer der Kommunikation und des Informationsflusses. Ihre Bedeutung ist, die IT auf die Bedürfnisse der operationalen Einheiten des Unternehmens einzustellen. Welche Informationen gespeichert werden müssen und welche wohin fließen sollen, sollte nicht ihr Thema sein. Sicherheit ist Thema der CIOs. Auch Kostensenkung und Effizienz, aber nur insoweit, wie sie das IT-System selbst betreffen. Von Kostensenkung und Effizienz der betrieblichen Prozesse sollten sie die Hände lassen. Das ist Sache der operativ tätigen Manager. Diese müssen das Feld beherrschen, sonst gehören sie nicht in ihre Positionen. Ein älterer Harvard-Businness Artikel gab den CIOs eine andere, zusätzliche Variante: sie sollten mehr ein “Chief Ignorance Officer” sein.
Dieter Brandes, Hamburg