CH-Schluss: SMI gewinnt weiter

Von moneycab - 18:15

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Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch seinen Erholungskurs fortgesetzt und über der Marke von 8’500 Punkten geschlossen. Nachdem im frühen Handel vor allem die Schwergewichte den Leitindex SMI noch ins Minus gedrückt hatten, schlossen zu Handelsende beinahe alle Bluechips im positiven Bereich. Vor allem die Pharmaschwergewichte Novartis und Roche profitierten dabei von guten Zahlen des Mitbewerbers GlaxoSmithKline, welche am frühen Nachmittag veröffentlicht wurden. Auch ABB gewannen dank gut aufgenommener Quartalszahlen deutlich an Wert.

Zusätzliche Stütze bekam die Börsen von guten US-Makrodaten und weiteren Unternehmensabschlüssen. Bereits am Dienstag hatten Spekulationen um mögliche Stützungsmassnahmen durch die EZB den internationalen Börsen kräftigen Auftrieb verliehen. Am Berichtstag wurden nun Daten zur Preisentwicklung in den USA veröffentlicht, welche im Rahmen des Vormonats ausfielen und damit leicht über den Erwartungen des Marktes. Wichtiger für die weitere Aufwärtsbewegung an den Börsen waren aber die veröffentlichten Quartalsberichte wichtiger Unternehmen in den USA, die eine weitere Erholung der US-Wirtschaft andeuteten, so der Kommentar eines Marktbeobachters.

Der Swiss Market Index (SMI) gewann 1,21% auf 8’506,14 Punkte, nur knapp unter dem Tageshoch von 8’510,35 Punkten kurz vor Handelsschluss. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) legte um 1,23% auf 1’259,06 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,19% auf 8’377,85 Zähler zu. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen 29 im Plus und Adecco unverändert.

Die Gewinnerliste wurde angeführt von Actelion (+2,3% auf 107,90 CHF). Die Titel waren weiterhin gesucht, nachdem sie bereits am Vortag nach positiven Quartalszahlen um 3% in die Höhe getrieben wurden. Jefferies hob das Kursziel um fünf Franken auf 140 CHF an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Zahlen für das Medikament Opsumit seien beeindruckend ausgefallen, so der Analyst. Und auch andere Experten finden für die bislang erfolgreiche Markteinführung des Tracleer-Nachfolgers lobende Worte.

Ebenfalls mit guten Gewinnen zeigten sich Transocean (+2,8%), Kühne+Nagel (+2,4%) und ABB (+2,5%) nach dem Zahlenausweis. Der letztere Elektrotechnik- und Automationskonzern hat insbesondere mit dem Betriebs- und dem Reingewinn die Markterwartungen übertroffen. Zudem sei auch der Auftragseingang überraschend gut ausgefallen, schreiben Analysten. Dennoch schlug das Management mit Blick in die Zukunft vorsichtige Töne an.

Die grösste Stütze für den SMI ging jedoch von den Schwergewichten Roche (+1,3%), Novartis (+1,3%) und Nestle (+1,0%) aus. Die Pharmaschwergewichte profitierten dabei von guten Zahlen des Pharmakonkurrenten GlaxoSmithKline, welche die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen haben.

Bei den Finanzwerten setzten sich Swiss Re (+2,2%) an die Spitze. Die Rückversicherungstitel profitierten im Fahrwasser der von der Commerzbank an Branchennachbar Munich Re vergebenen Kaufempfehlung. Auch die Grossbankentitel der UBS (+1,2%) und Credit Suisse (+1,0%) setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Die am Vortag von der EU-Kommission wegen Preisabsprachen auf Franken-Zinsderivaten ausgesprochene Busse schien keinen negativen Einfluss auf die Kursentwicklung auszuüben. Allerdings sind die Bussen im Vergleich zu anderen Strafen sehr gering bemessen.

Holcim (+0,5% auf 65,55 CHF) blieben im hinteren Mittelfeld der SMI/SLI-Titel hängen. Exane BNP und Kepler Cheuvreux senkten im Zusammenhang mit der Lafarge-Fusion das Kursziel auf 76 (zuvor 85) beziehungsweise auf 90 (100) CHF, bestätigten aber die Ratings mit „Neutral“ und „Buy“. Nach dem anfänglichen Optimismus über das Zusammengehen mit Lafarge sei erst ab 2017 mit einer vollen Auswirkung der Synergien zu rechnen, so der Kepler-Analyst.

Adecco schlossen als einzige Bluechip-Titel unverändert – ohne besondere News.

Im breiten Markt brachen Temenos nach schwachen Zahlen zum dritten Quartal um 6,7% auf 31,70 CHF ein. Barclays hat die Titel des Bankensoftware-Herstellers nach der Vorlage der Resultate auf „Equal Weight“ abgestuft und das Kursziel deutlich auf 29 von bislang 41 CHF gesenkt.

Inficon (+7,5%) waren am Mittwoch nach der Zahlenvorlage zum dritten Quartal zunächst unter Druck geraten, schlossen am Schluss aber deutlich im Plus. Der Sensorenhersteller hatte zwar die Erwartungen der Analysten enttäuscht. Als Grund für den Meinungsumschwung der Investoren machten die Fachleute jedoch einen optimistischen Ausblick des Managements für das vierte Quartal aus.

Derweil hat das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners den für heute Mittwoch geplanten Börsengang abgeblasen. Das Unternehmen sprach von einem „ungünstiges Börsenumfeld“. (awp/mc/pg)

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