BFS: Beschäftigung nimmt dank dem tertiären Sektor erneut zu

Von moneycab - 11:25

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Wirtschaftsinformatik

Neuenburg – Im Jahr 2015 zählte die Schweiz 597’000 Unternehmen, was einem Anstieg um 3578 Einheiten (+0,6%) innerhalb eines Jahres entspricht. Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten nahm in einem ähnlichen Tempo zu (+0,5%). Diese Entwicklungen sind hauptsächlich auf die Dynamik der kleinsten und der grössten Unternehmen im tertiären Sektor zurückzuführen. Dies geht aus den neusten Ergebnissen der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

Unternehmen sind vorwiegend im Dienstleistungsbereich tätig
Im Jahr 2015 entfielen rund 55’000 Unternehmen (9,2% aller Unternehmen) auf den Primärsektor (Land-, Forstwirtschaft und Fischerei), gut 91’000 (15,3%) auf den sekundären Sektor (Industrie, Kunst und Gewerbe) und mehr als 451’000 (75,5%) auf den tertiären Sektor (Dienstleistungen). Im Vergleich zu 2014 haben die Unternehmen des primären und des sekundären Sektors somit an Gewicht verloren, was jedoch durch die Dynamik des tertiären Sektors mehr als wettgemacht wurde.

Knapp zwei Drittel der Unternehmen (381’000) haben maximal zwei Beschäftigte. 203’000 Unternehmen (34,1%) umfassen drei bis 49 Arbeitsplätze, während rund 10‘000 Unternehmen (1,7%) 50 bis 249 Personen und ca. 1800 Unternehmen (0,3%) mindestens 250 Personen beschäftigen.

Ein Fünftel der Beschäftigten entfällt auf Zürich
In den 675’000 Arbeitsstätten der in der Schweiz ansässigen Unternehmen sind insgesamt 5,07 Millionen Beschäftigte tätig: 54,8 Prozent sind Männer und 45,2 Prozent sind Frauen.

Auf regionaler Ebene verzeichnet der Espace Mittelland die meisten Beschäftigten (21,0%), gefolgt von Zürich (19,8%) und der Genferseeregion (18,7%). Auf kantonaler Ebene weist Zürich die meisten Beschäftigten auf: Erstmals wurde die Millionenmarke überschritten. Es folgen die Kantone Bern (628’000 Beschäftigte) und Waadt (434’000 Beschäftigte). Am geringsten ist die Zahl der Beschäftigten in den Kantonen Obwalden (21’800 Beschäftigte), Uri (18’300 Beschäftigte) und Appenzell Innerrhoden (8800 Beschäftigte).

Werden diese Beschäftigte in Vollzeitäquivalente (VZÄ) umgerechnet, ergeben sich insgesamt rund 4 Millionen VZÄ. Ein Vergleich der Beschäftigtenzahl mit der Anzahl VZÄ zeigt, dass in der Schweiz relativ viele Personen Teilzeit arbeiten.

Die Anzahl Unternehmen und die Beschäftigung haben zugenommen
Zwischen 2014 und 2015 wurden rund 3578 Unternehmen mehr registriert (+0,6%). Gleichzeitig stieg die Zahl der erfassten Vollzeitäquivalente um 21’712 VZÄ (+0,5%) an. Zurückzuführen war dies auf die Zunahme der Anzahl Unternehmen und der Beschäftigung im Dienstleistungssektor (+0,9% bzw. +1,2%). Im primären und im sekundären Sektor war hingegen ein Rückgang zu beobachten. Diese in der Vergangenheit bereits im Primärsektor beobachtete Entwicklung war für den sekundären Sektor neu. Letzterer verzeichnete im Jahr 2015 eine rückläufige Beschäftigung (–12’722 VZÄ) und weniger Unternehmen (–205 Unternehmen). (BFS/mc/ps)

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