«funders.ch» knackt die Millionengrenze

Von moneycab - 11:25

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Daniel Salzmann

LUKB-CEO Daniel Salzmann. (Foto: LUKB)

Luzern – Die im Juni 2016 durch die Luzerner Kantonalbank AG (LUKB) lancierte Crowdfunding-Plattform «funders.ch» hat Mitte November 2017 die Millionengrenze geknackt. Bisher haben rund 4’700 Unterstützer total 1’066’153 Franken einbezahlt. Von den seit Plattformstart eingereichten 100 Projekten (inkl. aktuell noch laufender Projekte) erreichten bisher deren 73,6 % das Fundingziel.

Das ehrgeizigste Projekt auf «funders.ch» stammt vom SC Kriens, der mit dem Fundingziel von 194’400 Franken den Innenausbau seines neuen Fussballstadions finanzieren wollte. Mit den schliesslich durch 1’013 Funders einbezahlten 281’944 Franken hat der SC Kriens sein Ziel um 45 % übertroffen und damit das bisher erfolgreichste Sport-Crowdfunding der Schweiz realisiert. Aktuell laufen auf «funders.ch» unter anderem zwei weitere Projekte mit sechsstelligen Fundingzielen: Das Tramhüsli in Emmenbrücke mit 120’000 Franken (funders.ch/tramhuesli) und das E-Bike-Unternehmen AureusDrive mit 145’000 Franken (funders.ch/aureusdrive).

Auf «funders.ch» arbeiten mittlerweile fünf Kantonalbanken als Kooperationspartner zusammen. Neben der LUKB sind es die Nidwaldner, Obwaldner, Thurgauer und die Berner Kantonalbank. Damit konnte «funders.ch» die Reichweite für Projektinitianten und potenzielle Finanzierer auf die gesamte Deutschschweiz ausdehnen.

Die Luzerner Kantonalbank treibt zurzeit die konzeptionellen Arbeiten für die Markteinführung der crowdbasierten Kreditgewährung («Crowdlending») intensiv voran. Diese primär auf KMU ausgerichtete Finanzierungsform soll im Laufe des Jahres 2018 auf «funders.ch» eingeführt werden. (LUKB/mc/ps)

Wie funktioniert Crowdfunding?
Crowdfunding (von englisch crowd für «Menschenmenge» und funding für «Finanzierung») ist ein Finanzierungsmodell, bei dem zahlreiche Personen (also die crowd) frei wählbare Beiträge leisten, um ein Finanzierungsziel zu erreichen.

Die «Starter» (Initianten) von Crowdfunding-Projekten beschreiben ihr Vorhaben in einem Video, mit Bildern und Texten und legen dabei das Finanzierungsziel, die Laufzeit ihrer Sammel-Kampagne sowie die Gegenleistungen fest, welche die «Funder» (Unterstützer) erhalten. Ist das Finanzierungsziel erreicht, erhalten die Starter die gesammelten Beträge und können ihr Projekt in die Tat umsetzen.

Die Starter definieren die angebotenen Gegenleistungen selber. Diese müssen je nach Projekt nicht exakt den geleisteten Beiträgen entsprechen. Es ist daher auch möglich, dass die Gegenleistungen ideeller beziehungsweise symbolischer Natur sind.

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