CH-Schluss: SMI gewinnt 0,5% auf 9557 Punkte

Von moneycab - 18:15

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Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am dritten Handelstag des neuen Jahres zum dritten Mal zugelegt und dabei gleichzeitig ein neues Allzeithoch bei 9’558 Punkten markiert. Im frühen Geschäft am Freitag kletterte der SMI dabei ein erstes Mal über die Marke von 9’550 Punkten, bei erhöhter Volatilität erreichte der Leitindex sein Tageshoch dann aber erst am Nachmittag. Für eine gewisse Nervosität sorgte kurz vor Handelsschluss die Deutsche Bank mit einer Verlust-Ankündigung für das vierte Quartal im Zusammenhang mit der Steuerreform in den USA, was die Aktien von Credit Suisse und UBS etwas belastete.

Am Nachmittag wurden aber auch diverse Konjunkturdaten aus den USA publiziert. Der wichtigste Datensatz, der offizielle Arbeitsmarktbericht, fiel per Saldo leicht enttäuschend aus, auch wenn sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust zeigte. Während sich gleichzeitig auch die Stimmung unter den Dienstleistern wider Erwarten verschlechtert hatte, stiegen die Aufträge für die Industrie stärker als prognostiziert. Per Saldo blieb bei den hiesigen Aktien aber eine Reaktion auf die verschiedenen US-Daten aus, bzw. blieb die gute Stimmung vor dem Wochenende erhalten.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,50% höher bei 9’556,98 Punkten. Im Vergleich zum Schlussstand von Ende 2017 ergibt sich damit für die erste kurze Neujahrswoche ein stolzes Plus von 1,9%. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legte 0,58% auf 1’552,8 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,58% auf 10’955,40. Von den 30 wichtigsten Titeln zogen bis auf vier alle an.

An der Spitze der Bluechips standen zuletzt Vifor Pharma (+3,6%), welche damit ihren schon vor Weihnachten eingeleiteten Aufwärtstrend fortsetzten. Am Vortag hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die Europäische Medikamentenbehörde EMA das Gesuch um eine bedingte Vertriebsgenehmigung des Medikaments Avacopan zur Behandlung von Patienten mit Vaskulitis zur Prüfung zugelassen habe. Dies habe weiterhin geholfen, hiess es am Markt.

Einen guten Lauf zeigten auch die auf Platz zwei gelandeten Sonova (+2,1%). Der Titel befindet sich ebenfalls seit Jahresbeginn im Vorwärtsgang und hat mittlerweile die Verluste aus dem schwachen Dezember beinahe wieder wettgemacht.

Weiter waren auch Logitech (+1,9%), Partners Group (+1,6%) oder Adecco (+2,0%) gut gesucht. Letztere erhielten von einer Aufstufung durch Morgan Stanley auf „Equal Weight“ Rückenwind.

Besser als der Gesamtmarkt schnitten auch Kühne+Nagel (+0,9%) ab. Hier hat Barclays das Kursziel im Rahmen einer Branchenstudie leicht erhöht. Ausserdem hat sich VR-Präsident Jörg Wolle in einem Interview mit der „Finanz und Wirtschaft“ zu den Akquisitionsplänen und zur Dividendenpolitik geäussert.

Novartis (+1,2%) standen nach einem Bericht einer Nachrichtenagentur etwas im Fokus. Demnach hat der Pharmakonzern die Pläne zum Verkauf von Teilen des US-Generikageschäfts ausgeweitet. Es stünden nun Geschäftsbereiche der Generika-Tochter Sandoz im Wert von bis zu 3 Mrd USD zur Disposition, hiess es in einem Bericht von Bloomberg.

Am Tabellenende fanden sich CS (-1,1%) und UBS (-0,7%) wieder. Die Titel gerieten am Nachmittag unter Abgabedruck, nachdem die Deutsche Bank für das vierte Quartal einen kleinen Reinverlust in Aussicht gestellt hatte. Grund dafür sind hauptsächlich Bilanzeffekte wegen der Steuerreform in den USA, wovon CS und UBS ebenfalls betroffen sind. Die Deutsche Bank hat darüber hinaus aber auch noch von einem schwachen Geschäftsgang im vierten Quartal gesprochen.

Nebst diesen beiden beendeten einzig noch Clariant (-0,3%) und Aryzta (-0,1%) den Handelstag knapp im Minus.

Im breiten Markt zogen Emmi um 1,5% an. Der Milchverarbeiter verkauft seine Minderheitsbeteiligung am amerikanischen Jogurt-Unternehmen Siggi’s und erwartet daraus im Geschäftsjahr 2018 einen positiven Effekt in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe auf Stufe Reingewinn.

Noch etwas mehr verteuerten sich Jungfraubahn (+3,5%). Das Unternehmen hat zum zweiten Mal in seiner Geschichte über 1 Mio Besucher auf die Hauptattraktion Jungfraujoch befördert.

Addex dagegen büssten 6,4% ein, nachdem der Titel an den beiden Vortagen um jeweils gegen 30% nach oben geschossen war. Den letzten Handelstag an der Schweizer Börse hatten heute Syngenta (+0,2%). (awp/mc/pg)

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