Prämien der Krankenkasse sparen: Policen gegen Pollen

Von moneycab - 11:49

Eingestellt unter: ! Top, CH Konjunktur, CH Schweiz

Zürich – Der Frühling rückt näher und mit ihm die Pollen. Für Allergiker beginnt eine Leidenszeit: Niesattacken, tränende Augen, die Nase läuft. In der Schweiz ist jeder Fünfte betroffen. Verivox Schweiz zeigt auf, welche Behandlungsmethoden von der Grundversicherung übernommen werden und wie Allergiker die Kosten für die Zusatzversicherung einsparen können.

Wer bei der Behandlung auf die klassische Schulmedizin setzt, kann Geld sparen, indem er sich die Medikamente von seinem Hausarzt verschreiben lässt. «Dann übernimmt die Grundversicherung der Krankenkasse die Kosten», sagt Christoph Biveroni Country Manager von Verivox Schweiz.

Komplementäre Methoden in der Grundversicherung
Viele Pollenallergiker bekämpfen die Symptome jedoch nicht nur mit klassischen Medikamenten wie Antihistaminika oder Kortisonpräparaten, sondern auch mit komplementären Methoden wie Homöopathie oder Akupunktur.

«Die Grundversicherung übernimmt ausgewählte komplementärmedizinische Behandlungen, sofern sie von einem klassisch ausgebildeten Arzt erbracht werden. Eine Zusatzversicherung braucht nur, wer sich von Therapeuten ohne universitären Medizinabschluss behandeln lässt», sagt Christoph Biveroni.

Unterschiedliche Leistungen in der Zusatzversicherung
Die Leistungen und Kosten der Zusatzversicherungen sind sehr unterschiedlich, wie eine Stichprobe von Verivox Schweiz zeigt. «Hier lohnt sich ein ausführlicher Vergleich, um den Tarif zu finden, der am besten zur persönlichen Situation und zu den erwartenden Ausgaben passt», rät Biveroni.
Wer die Mehrkosten einer Zusatzversicherung bisher scheute, hat die Möglichkeit, diese auszugleichen – entweder durch den Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse oder in ein günstigeres Modell.

Grundversicherung auf Ende März kündigen und 10 Prozent sparen
Versicherte im Standardmodell der Grundversicherung mit einer Basisfranchise (CHF 300 bei Erwachsenen, CHF 0 bei Kindern) können per 1. Juli zu einer anderen Krankenkasse in das gleiche Modell mit derselben Franchise wechseln. Nicht möglich sind Wechsel in die Versicherungsmodelle Hausarzt, HMO oder Telmed. Die Prämienersparnisse liegen bei rund zehn Prozent. Die Kündigungsfrist beträgt bei allen Krankenkassen drei Monate und muss bis 31. März erfolgen.
«Wir raten Konsumenten aufgrund des Osterwochenendes, ihr Kündigungsschreiben bis spätestens Mittwoch, den 28.3. per Einschreiben an ihre Krankenkasse zu senden», sagt Biveroni.

Modell wechseln und Kosten für Zusatzversicherung einsparen
Wer die Kosten einer Zusatzversicherung bisher scheute, kann sich den Wechsel in ein anderes Grundversorgungs-Modell überlegen. «Mit dem Telemedizin-, dem HMO- oder Hausarztmodell zahlen Versicherte rund 15 Prozent weniger», sagt Christoph Biveroni. «Das ist meist mehr Geld als eine Zusatzversicherung kostet».

Der Wechsel des Versicherungsmodells ist auf den 1.1.2019 möglich. Das Kündigungsschreiben muss in diesem Fall bis am 30.11.2018 bei der bisherigen Kasse eingetroffen sein.

Volkskrankheit Heuschnupfen: Immer mehr Betroffene
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat die Häufigkeit der Pollenallergie von unter 1 auf 20 Prozent zugenommen. Das belegen auch neue Zahlen der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI). Aktuell ist jeder fünfte Schweizer betroffen, wie die Prävalenzzahlen des aha! Allergiezentrums Schweiz zeigen.

Methodik:
Für die Berechnung der Preisunterschiede in der Grundversicherung wurden folgende Tarife ausgewertet. Jeweils durchschnittliche Jahresprämie der fünf günstigsten sowie die mittleren Tarife (Median) für das Standardmodell einerseits und die alternativen Modelle (Hausarzt, HMO, Telmed) andererseits.
Für die Zusatzversicherungen wurden die Leistungen und Tarife bei den zehn grössten Kassen angefragt. Von fünf Kassen liegen schriftliche Auskünfte vor, von den anderen fünf wurden die Informationen per Online-Recherche bezogen.
Alle Berechnungen wurden für eine weibliche Person mit Jahrgang 1988, wohnhaft in Zürich mit CHF 300 Franchise durchgeführt.

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