Südkoreas Ex-Präsidentin Park zu 24 Jahren Haft verurteilt

Von moneycab - 12:15

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Park Geun Hye muss 24 Jahre hinter Gitter.

Seoul – Ein Gericht in Südkorea hat die frühere Präsidentin Park Geun Hye wegen Korruption und anderer Vergehen zu 24 Jahre Haft verurteilt. Das Bezirksgericht in Seoul befand die 66 Jahre alte Tochter des früheren Militärdiktators Park Chung Hee am Freitag schuldig, ihre Machtbefugnisse als Präsidentin für private Zwecke missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte eine 30 Jahre lange Haftstrafe gefordert.

Park blieb der Urteilsverkündung, die im Fernsehen übertragen wurde, fern. Seit Oktober des vergangenen Jahres boykottiert sie ihren Prozess, nachdem ein Gericht ihre Untersuchungshaft verlängert hatte.

Erste Frau im Präsidentenamt
Die Südkoreaner hatten Park Ende 2012 als erste Frau ins Präsidentenamt des Landes gewählt. Die konservative Politikerin wurde im März des vergangenen Jahres als erstes demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt des Landes vom Verfassungsgericht des Amtes enthoben. Ihrer Absetzung waren monatelange Strassenproteste vorausgegangen.

Der Richter verhängte gegen Park ausserdem eine Geldstrafe in Höhe von 18 Milliarden Won (etwa 14 Millionen Euro). „Sie missbrauchte ihre Macht, die ihr von der Bevölkerung übertragen wurde“, sagte der Richter. Park habe sich ausserdem der Nötigung und der Weitergabe von Staatsgeheimnissen schuldig gemacht.

Park-Freundin im Zentrum des Skandals
Eine Schlüsselfigur in dem Skandal ist die umstrittene Park-Freundin Choi Soon Sil, die im Februar zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Park wurde vorgeworfen, ihrer einstigen Vertrauten die Einmischung in die Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben, obwohl diese kein öffentliches Amt innehatte.

Nach Angaben des Gerichts half Park ihrer Freundin ausserdem, zahlreichen Unternehmen, die Samsung-Gruppe eingeschlossen, hohe Summen für Organisationen der Präsidenten-Freundin abzunötigen. Park hatte die Vorwürfe bestritten.

Park wurde in insgesamt 18 Punkten angeklagt und in 16 Punkten schuldig gesprochen. So wurde sie auch beschuldigt, die Erstellung einer schwarzen Liste von regierungskritischen Kulturschaffenden sowie die Weitergabe von Geheimdokumenten der Regierung an ihre Freundin Choi Soon Sil angeordnet zu haben. (awp/mc/pg)

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