Schweizer Startup BitsaboutMe gibt den Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zurück

Von moneycab - 19:29

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Christian Kunz, CEO BitsaboutMe

Bern – Das Schweizer Startup BitsaboutMe wird im Mai einen Online-Daten-Marktplatz bereitstellen, auf dem Verbraucher Informationen über ihre persönlichen Online-Aktivitäten und Kundendaten, die üblicherweise über das ganze Internet verstreut und für sie unzugänglich sind, nun an einem sicheren Ort sammeln, transparent einsehen und kontrollieren können. Die beiden Gründer von BitsaboutMe, Dr. Christian Kunz (CEO) und Christophe Legendre (CTO), geben mit diesem innovativen Daten-Marktplatz dem Verbraucher die Kontrolle über sein digitales Ich zurück. Mit der neu eingeführten Marktplatz-Funktion will BitsaboutMe seine Nutzer unterstützen, ihr persönliches Datenprofil zu erstellen und unter voller Kontrolle mit Dritten gegen Vergütung zu teilen.

Unternehmen und Organisationen, die ihre Produktentwicklung, Produktion, Marketing und Kundenbeziehungsmanagement datengetrieben optimieren, können über BitsaboutMe Zugang zu qualitativ hochwertigen Nutzerprofilen mit Einwilligung der Nutzer erwerben. Damit erhalten Unternehmen eine attraktive Datenschutz-Lösung, die die strengeren Auflagen, insbesondere die erforderlichen Kundeneinwilligungen zur Datenverarbeitung der ab 25. Mai 2018 in der EU geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) abbildet.

Persönlicher Datenspeicher (PDS)
BitsaboutMe bietet jedem Nutzer einen nur ihm zugänglichen Persönlichen Datenspeicher (PDS). Daten-Accounts für Social Media (Facebook, Twitter, Instagram), Online/Email (Google) sowie von Kundenbindungsprogrammen (Migros/Cumulus) können einfach hochgeladen werden. Die Integrationen weiterer Datenquellen werden kontinuierlich ausgebaut.

Dank smarter Datenorganisation und einer ansprechenden Visualisierung werden grosse Mengen persönlicher Daten in einem Dashboard übersichtlich und intuitiv verständlich dargestellt. Über Volltextsuche sind alle Informationen nachvollziehbar, mittels persönlich konfigurierbarer Widgets lassen sich Verhaltensweisen über definierte Zeiträume oder Geografien abbilden. Erstmalig erhält der Nutzer einen 360-Grad-Überblick über sein digitales Leben und damit auch die Möglichkeit, sein Online-Verhalten bei Bedarf zu verändern.

„Ähnlich wie eBay vor 20 Jahren den Online-Handel neu erfunden hat, wollen wir mit unserem Daten-Marktplatz einen neuen, fairen Datenaustausch für Verbraucher und Unternehmen gleichermassen ermöglichen. Indem persönliche Daten jetzt unter voller Nutzerkontrolle getauscht und gehandelt werden können, bekommt der Verbraucher die bestmögliche Kontrolle und ein Gespür für den Wert seiner Daten. Wir sehen hier insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Datenweitergaben durch Facebook ein sehr großes Interesse der Verbraucher im Markt. BitsaboutMe eröffnet seinen Nutzern erstmals die Möglichkeit, sich an der Wertschöpfung der von ihnen erschaffenen Daten unmittelbar zu beteiligen und deren Verfügbarkeit selbst zu steuern,“ fasst CEO und Co-Gründer Christian Kunz seine Vision zusammen.

Austausch von Daten immer mit einem klar definierten Gegenwert
Als ehemaliger CEO von ricardo.ch und Verantwortlicher bei eBay für die weltweite Werbevermarktung kennt Kunz die Mechanismen von Vertrauen und Sicherheit im Internet und weiss wo der Hebel ist, um das aus der Balance geratene Kräftespiel um persönliche Daten zukunftsfähig zu gestalten. „Wir geben Verbrauchern die Möglichkeit, ihre Daten transparent zu ihren eigenen Konditionen zu teilen. Dies kann gegen Bezahlung oder auch im Austausch mit einem besseren, personalisierten Service erfolgen. In jedem Fall findet der Austausch von Daten immer mit einem klar definierten Gegenwert statt.“ Denn diese persönlichen Daten sind das Öl einer rasant wachsenden Datenindustrie, deren Potential alleine in Europa auf mehr als 260 Milliarden Euro[1] geschätzt wird.

„Es sind milliardenschwere Verluste, die Unternehmen regelmässig durch Entscheidungen aufgrund fehlerhafter oder veralteter Daten erleiden. Ein konsensbasierter Zugang zu qualitativ hochwertigen, aggregierten und stets aktuellen Daten aus einer Quelle stellt für Unternehmen eine attraktive Perspektive dar“, ist sich Kunz sicher.

BitsaboutMe fungiert als Frontend und Verteiler für die Daten. Entscheidet sich ein Nutzer, sein Datenprofil zum Tausch oder Verkauf anzubieten und erhält von einem interessierten Unternehmen ein Angebot, muss er explizit seine Zustimmung (Consent) zur Nutzung erteilen. BitsaboutMe bereitet die Profildaten für die Abwicklung auf, die auf Basis klar festgelegter und transparenter Nutzungsbedingungen erfolgt. Unternehmen erhalten Zugang zum Nutzerprofil via API-Schnittstellen, wobei immer nur solche Daten weitergegeben werden, zu denen der Nutzer explizit seine Einwilligung erteilt hat, alle anderen Daten bleiben sicher verschlüsselt im Persönlichen Datenspeicher.

Mit diesem Prozess bildet BitsaboutMe die Erfordernisse der neuen, ab 25. Mai 2018 in der EU geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DGSVO) ab und kann als Dienstleister für Unternehmen zur Compliance mit der neuen Rechtslage beitragen. Die DGSVO hat ein Haftungsrisiko für Nicht-Compliance von bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Umsatzes eingeführt. (BAM/mc/hfu)

[1] Quelle: BitsaboutMe, eigene Berechnungen. Basis: Boston Consulting Group, The value of our digital identity, Extrapolation 2018 – https://www.bcg.com/de-de/ publications/2012/digital- economy-consumer-insight- value-of-our-digital-identity. aspx

Über BitsaboutMe
Das Schweizer Startup BitsaboutMe betreibt einen Online-Daten-Marktplatz. Verbraucher können eine beliebige Anzahl von persönlichen Datenpunkten ihrer Social-Media-Profile, Online-/Email-Accounts oder Kundenbindungsprogramme verbinden. Die Daten werden in einem nur dem Nutzer zugänglichen, sicheren „Persönlichen Datenspeicher“ (PDS) gesammelt. In dem nur vom Nutzer einsehbaren Daten-Dashboard kann die visuelle Darstellung der Daten konfiguriert werden. Per Volltextsuche können diese durchsucht und nach verschiedenen Kriterien (Zeit, Ort und Datenquelle) gefiltert werden. Unternehmen können vom Nutzer die Zustimmung für den Zugang zu persönlichen Datenprofilen erhalten.

BitsaboutMe ist für Verbraucher kostenlos. Unternehmen zahlen für den Zugang zu persönlichen Datenprofilen eine Vergütung an den Verbraucher, BitsaboutMe erhält davon eine Transaktionsgebühr. Die BitsaboutMe AG wurde im Januar 2017 in Bern gegründet und aus dem Kapital der Gründer finanziert. Eine erste Finanzierungsrunde mit einer Gruppe internationaler Business Angels wurde im März 2018 erfolgreich abgeschlossen.

Die Gründer, Dr. Christian Kunz (CEO) und Christophe Legendre (CTO), vereinen über 25 Jahre Führungsverantwortung in digitalen Unternehmen (u.a. ricardo.ch, eBay, leboincoin.fr) und Beratungsunternehmen (McKinsey & Company). Kunz ist Kernphysiker, Legendre Informatiker.

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