Novartis startet Angebotsfrist für Avexis

Von moneycab - 11:42

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Vasant Narasimhan

Novartis-CEO Vasant Narasimhan. (Foto: Novartis)

Basel – Der Pharmakonzern Novartis startet das Übernahmeangebot für das US-Unternehmen Avexis. Die Frist für das vor gut einer Woche angekündigte Angebot läuft bis zum 14. Mai und kann verlängert werden, wie Novartis am Dienstag mitteilt.

Bekanntlich hat Novartis mit Avexis eine Vereinbarung abgeschlossen, welche die Übernahme des an der Nasdaq gelisteten Unternehmens für insgesamt 8,7 Milliarden US-Dollar vorsieht. Mit dem Zukauf will Novartis die Position als führendes Gentherapie- und Neuroscience-Unternehmen ausbauen. Die Transaktion soll Mitte 2018 abgeschlossen werden.

Während sich der Zukauf von Avexis ab 2020 stark auf das operative Kernergebnis und den Gewinn je Aktie auswirken soll, erwartet Novartis für 2018 und 2019 einen leicht negativen Einfluss auf das operative Kernergebnis.

Produktkandidat mit grossem Potenzial
Das US-Unternehmen verfügt über den Produktkandidaten AVXS-101. Dieser habe das Potenzial, die erste Genersatztherapie zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA) zu werden – einer Krankheit, die zum frühen Tod oder zu lebenslanger Behinderung führt und erhebliche Gesundheitskosten verursacht, hiess es vergangene Woche. Der Kandidat verfügt in den USA über den Status „Breakthrough Therapy“, in Europa über den sogenannten PRIME-Status und ist als „Sakigake“ in Japan eingestuft.

Für die zweite Jahreshälfte 2018 stellte Novartis einen möglichen US-Zulassungsantrag für AVXS-101 in Aussicht. In Japan könnte es erste Diskussionen mit den Zulassungsbehörden im dritten Quartal 2018 geben. In der EU werde man dann voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 den Zulassungsantrag stellen. Entsprechend könnte es dann ab 2019 zu ersten Umsatzbeiträgen kommen. Laut CEO Vas Narasimhan hat AVXS-101 Blockbusterpotenzial.

Der Kauf von Avexis soll durch verfügbare Barmittel und kurzfristiges Fremdkapital finanziert werden. Erst zwei Wochen vor der Ankündigung zu Avexis hatte Novartis mitgeteilt, die Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen für rezeptfreie Medikamente an den britischen Rivalen GlaxoSmithKline für 13 Mrd USD zu verkaufen. (awp/mc/ps)

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