CH-Schluss: SMI gibt 0,1% auf 8’797 Punkte nach

Von moneycab - 18:18

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Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag im Minus geschlossen. Nach einem richtungslosen Vormittagshandel belastete am Nachmittag ein erneuter Zinsanstieg in den USA, wo die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen erstmals seit 2014 wieder die Marke von 3 Prozent erreichten. Bereits an den vergangenen Handelstagen waren die Renditen in den USA merklich gestiegen. Auslöser der Bewegung waren steigende Rohstoffpreise, die höhere Inflationsraten erwarten lassen.

Die Reaktion der Märkte auf den weiteren Renditeanstieg falle immerhin moderater aus als noch Anfang Februar, meinte ein Marktanalyst. Damals hätten die Lohnstatistiken zur Angst geführt, dass eine einsetzende Inflation die Zentralbanken zu präventiven Zinsanhebungen drängen könnte, heute könnte es der Ölpreis sein, der die nächsten Unruhen auslöse, so ein weiterer Kommentator. Im Nachbarland Deutschland hat sich derweil der Ifo-Geschäftsklimaindex weiter eingetrübt, verbleibt laut Experten aber auf hohem Niveau.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Dienstag 0,11 Prozent tiefer bei 8’796,91 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gab um 0,26 Prozent auf 1’457,95 Zähler nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 0,01 Prozent auf 10’420,16. Bei den 30 wichtigsten Titel schlossen 18 im Minus und 12 Plus.

Die deutlichsten Abgaben unter den Bluechips entfielen auf die Swiss Re-Aktien (-3,8% oder -3,70 CHF), diese wurden allerdings ex-Dividende von 5 CHF gehandelt wurden. Offenbar werde der „Ex-Tag“ von gewissen Investoren als Kaufgelegenheit genutzt, hiess es am Markt.

Klare Abgaben entfielen auch auf Adecco (-1,9%). Der niederländische Konkurrent Randstad präsentierte am Dienstag laut Händlern „durchwachsene“ Quartalszahlen, wobei er vor allem in dem für Adecco wichtigen französischen Markt langsamer gewachsen sei als erwartet, hiess es am Markt.

Die Uhrenwerte Swatch (-0,6%) und Richemont (-0,2%) profitierten nicht von der Publikation der offiziellen Daten zu den Schweizer Uhrenexporten im März. Die Ausfuhren nahmen im Berichtsmonat deutlich zu, nachdem sie bereits in den beiden ersten Monaten des Jahres kräftig zugelegt hatten.

Erneut im Minus schlossen die UBS-Titel (-0,3%), die bereits am Montag nach Vorlage Quartalszahlen klar verloren hatten. Am Dienstag passten weitere Analysten von namhaften Research-Instituten ihre Kursziele für die Titel nach unten an. Schwächer schlossen auch die Titel der Konkurrentin Credit Suisse (-0,5%), die am Mittwoch ihre Ergebnisse für die ersten drei Monate präsentiert. Erholt zeigten sich die Titel des Vermögensverwalters Julius Bär (+0,8%).

Bei den SMI-Schwergewichten schlossen die Titel des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (+0,6%) sowie des Pharmakonzerns Roche (+0,7%) im Plus. Der Pharmakonzern wird am Donnerstag Zahlen zum ersten Quartal publizieren. Die Titel des Basler Konkurrenten Novartis (-0,4%) gaben dagegen nach.

Zu den klaren Gewinnern gehörten auch die Papiere des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (+1,2%) nach der Publikation von Quartalszahlen. Das Unternehmen habe einen guten Jahresstart gezeigt und bei den Volumenzuwächsen die Marktentwicklung erneut „durchs Band übertroffen“, lobten etwa die ZKB-Analysten.

Weitere Avancen verzeichneten bei den SMI/SLI-Titeln die Aktien des Duty Free-Spezialisten Dufry (+1,2%), der von einer positiven Studie der Deutschen Bank gestützt wurde. Ebenfalls klar im Plus schlossen die Titel des Chemiekonzerns Clariant (+1,1%) vor der Publikation von Quartalszahlen am Mittwoch.

Am breiten Markt sackten die Titel des Halbleiterherstellers AMS (-9,0%) nach der Vorlage von Quartalsresultaten ab. Die Anleger zeigten sich enttäuscht von der Nachricht eines klaren operativen Verlusts im laufenden zweiten Quartal wegen Produktionskürzungen beim neuen iPhone des Grosskunden Apple.

Deutliche Avancen gab es für die Titel des Finanzunternehmens Valartis (+11,4%), das in der Einladung zu seiner Generalversammlung ein Aktienrückkaufprogramm in Aussicht gestellt hat. Im Plus schlossen nach Quartalszahlen Feintool (+0,5%) und Phoenix Mecano (+0,8%). Sulzer (+0,8%) konnte den Eingang eines Grossauftrags melden. (awp/mc/ps)

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