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EU-Schluss: EuroStoxx50 mit sattem Plus von 1,4%

Von moneycab - 18:10

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Boerse

Paris – Der Kursrutsch des Euro nach der Zinsentscheidung der EZB hat den EuroStoxx angetrieben. Der Leitindex der Eurozone war am Donnerstag rasch ins Plus gedreht und gewann am Ende 1,37 Prozent auf 3527,11 Punkte. Damit bewegt sich das Börsenbarometer wieder auf dem Niveau von Ende Mai.

Der Pariser CAC-40-Index stieg um 1,39 Prozent auf 5528,46 Punkte. Ausserhalb des Euroraums liess sich der britische FTSE 100 („Footsie“) von der guten Stimmung anstecken und legte um 0,81 Prozent auf 7765,79 Punkte zu.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zwar angekündigt, ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm schrittweise zurückzufahren und bis Ende des Jahres auslaufen zu lassen. Zugleich aber wurde versprochen, den Leitzins bis mindestens Sommer 2019 auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Damit lässt die EZB den Geldhahn noch eine ganze Weile aufgedreht. Dies setzte den Eurokurs entsprechend unter Druck, was wiederum die Exportchancen europäischer Unternehmen erhöhte.

„Etwas aggressiver beim Anleihekaufprogramm und zugleich recht sanft hinsichtlich der Zinsen. Das ist ein sehr feines Austarieren, mit dem EZB-Präsident Mario Draghi versucht, die Märkte im Lot zu halten und Ausverkäufe zu verhindern“, kommentierte Marktanalyst Neil Wilson von Markets.com.

Aus Branchensicht gab es in Europa nur Gewinner. Am attraktivsten präsentierten sich die Versorger und die Öl- und Gaskonzerne , deren Sektorindizes jeweils 1,86 Prozent gewann.

Bankaktien hingegen hinkten dem Markt mit einem Plus von lediglich 0,60 Prozent hinterher. Sie litten unter der Aussicht auf eine unverändert sehr lockere Geldpolitik der EZB. Bereits seit Jahren schmälern die damit einhergehenden Niedrigzinsen die Erträge der Finanzinstitute.

Unter den europäischen Einzelwerten stachen Rolls-Royce mit einem Kursplus von rund 6,5 Prozent heraus. Damit waren sie der unangefochtene Spitzenreiter im „Footsie“. Der problembelastete britische Triebwerkshersteller verschärft seinen Sparkurs: Bis Mitte 2020 sollen weitere 4600 Stellen wegfallen.

Die Aktien des Rolls-Royce-Kunden Airbus verteuerten sich an der EuroStoxx-Spitze um gut 4 Prozent. Dem stark exportorientierten Flugzeugbauer kommt der schwache Euro besonders gelegen. (awp/mc/pg)

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