Fussball-WM befeuert den Heimelektronik-Markt

Von moneycab - 15:09

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(Bild: Fotolia, #35948269)

Hergiswil – Die Nachfrage nach Multimedia Hardware hat sich im ersten Halbjahr 2018 mit einem Umsatzplus von 9.1% deutlich über Vorjahr entwickelt. Das Marktforschungsunternehmen GfK Switzerland konstatiert ausserdem einen positiven Trend: Einerseits investieren sowohl Grossfirmen wie auch KMU vermehrt in digitale Produkte, wovon vor allem B2B-fokussierte Handelsunternehmen überdurchschnittlich profitieren. Andererseits boomt auch der private Konsum seit 12 Monaten ununterbrochen, insbesondere im Premiumsegment.

Mit anderen Worten bedeutet dies bei einer insgesamt stagnierenden Menge eine besonders hohe Nachfrage nach hochpreisigen Produkten. Als Beispiele zu nennen sind hier Topgeräte bei TV, Computer, Smartphones und Fotokameras. Nebst den gewichtigen Hauptumsatzträgern entwickeln sich Nischen wie zum Beispiel Gaming und der Security-Bereich im Smart Home Kontext weiterhin sehr gut.

Consumer Electronics im Zeichen der Fussball WM
Zwar hinkt der Consumer Electronics Markt, kumuliert betrachtet, aufgrund eines verhaltenen ersten Quartals im Halbjahr noch mit -2% hinterher, jedoch vermochte die Fussball WM wie erhofft Kaufimpulse zu setzen. Dank der erhöhten Nachfrage nach Fernsehgeräten verzeichnete der Consumer Electronics-Markt im zweiten Quartal endlich wieder einmal eine positive Entwicklung. Der Angebotsdruck mit zahlreichen attraktiven Angeboten sorgte dafür, dass der TV-Markt im Mai um rund 20% und im Juni gar um 42% besser performte als in den Vorjahresmonaten. Die Konsumenten zeigten sich ausgabefreudig: Besonders grosse OLED- und QLED-TV’s erfreuten sich hoher Beliebtheit, der Durchschnittspreis für ein TV-Gerät erhöhte sich von CHF 880.- auf CHF 1’090.- deutlich. Vom positiven Trend profitierten auch Peripheriegeräte wie Soundbars sowie Zubehör, wie zum Beispiel Wandhalterungen. Weiterhin erfreulich bleiben auch die Umsätze bei Multiroom-Lautsprechern.

Digital Imaging – Qualität vor Quantität
Die Entwicklungen im Fotomarkt sind vor allem in der Mengenbetrachtung erneut nicht besonders erfreulich. Im Umsatz stagniert der Fotomarkt jedoch praktisch auf Vorjahresniveau. Die Substitution der Fotokamera durch das Smartphone schreitet weiter voran. Wenn es jedoch um engagierteres Fotografieren geht, mehren sich Bedürfnisse, welchen ein Handy nicht mehr gerecht wird. Qualitativ hochwertige Kameras, zusätzlich handlich, liegen voll im Trend.

IT-Office wächst im Hochpreissegment, B2B als Booster
Im ersten Halbjahr 2018 lag das wertmässige Marktvolumen im IT-Office Panelmarkt bei rund 937 Millionen Schweizer Franken; gegenüber Vorjahresperiode ein Plus von 8.7%. Der B2B-Anteil entwickelte sich mit +26% überproportional und erreichte ein Umsatzvolumen von über CHF 211 Millionen. Im Zuge der Digitalisierung investieren grössere und kleinere Unternehmen stark in ihre IT und infolge dessen auch in die Anschaffung von Hardware. Nicht nur B2B, sondern auch das Privatkundengeschäft, ist derzeit auf Wachstumskurs. Der B2C IT-Office Panelmarkt ist im ersten Semester 2018 wertmässig um +6% auf ein Volumen von CHF 736 Millionen angestiegen. Im IT-Bereich vermögen praktisch alle Warengruppen (Hardware wie Desktops, Notebooks und Monitore wie auch Peripheriegeräte wie Multifunktionsdrucker) sowohl im Durchschnittspreis wie auch im Umsatz deutlich zuzulegen. Ein deutliches Zeichen, dass wenn gekauft wird, oft Qualität und Design im Hochpreissegment bevorzugt wird.

Nach wie vor sehr erfreulich entwickelt sich mit einem Plus von 24% der Bereich Gaming. Erst am Anfang der Kategorien-Evolution stehend, jedoch mit grosser Dynamik, legt auch der Smart Home-Bereich zu. Nebst der Steuerung von Licht nimmt die Nachfrage nach vernetzbaren Security-Produkten wie Überwachungskameras, Door Opener Sensoren und Alarmsystemen zu. Das Marktvolumen im Bereich Security liegt derzeit bei rund CHF 25 Millionen pro Jahr; Tendenz stark steigend.

Telecom – Alles dreht sich ums Smartphone
Es gibt wohl kaum ein Produkt, welches bezüglich Konvergenz so viel in der Branche verändert wie das Smartphone. Mehr denn je spielt das «Handy» nicht nur bei der Digitalisierung im Alltag eine immer wichtigere Rolle. Für manche ist es der erste Gegenstand, zu dem am Morgen gegriffen wird und auch der letzte, welcher vor dem Schlafen gehen zur Seite gelegt wird. Aber nicht nur die Nutzung, sondern auch der emotionale Aspekt des Smartphones gewinnt ständig an Stellenwert. Es ist somit nicht verwunderlich, dass auch bei der Anschaffung eines neuen Gerätes, wie auch fürs Zubehör, viel Geld ausgegeben wird. Für rund 20% der Käufer war das neue Smartphone im laufenden Jahr CHF 800 oder mehr Wert. Kein Wunder, dass im B2C-Markt der Umsatz, bei einer rückläufigen Menge von -4% gegenüber Vorjahr, dennoch um 17% gewachsen ist. (GfK/mc/pg)

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