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CH-Schluss: SMI rückt 0,2% auf 8’660 Punkte vor

Von moneycab - 18:17

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Boerse

Zürich – Zu einer kleinen Erholung hat der Aktienmarkt in der Schweiz am Freitag angesetzt. Damit wurde aber nur ein winziger Teil der Vortagesverluste wett gemacht. Die Stimmung an den Aktienmärkten bleibt weltweit angeschlagen, nachdem es an den vergangenen Tagen zu Kurseinbrüchen gekommen ist. Ein Auslöser waren stark gestiegene Anleiherenditen in den USA, aber auch die Handelskonflikte und die Unsicherheit wegen der eben anlaufenden Berichtsaison lassen die Anleger vorsichtig agieren.

Was letztere anlangt, gab es immerhin am Freitag Entwarnung, denn gleich drei grosse US-Banken konnten mit ihren soliden Quartalszahlen zumindest zunächst die Anleger überzeugen. Der SMI gewann 0,2 Prozent auf 8.660 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 50,71 (zuvor: 89,09) Millionen Aktien.

Der Swiss Market Index (SMI) rückte zum Schluss um 0,25 Prozent auf 8’660,38 Punkte vor. Auf Wochensicht ergab sich dennoch eine empfindliche Einbusse von 4,2 Prozent. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legte 0,24 Prozent auf 1’384,94 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,30 Prozent auf 10’232,38 Punkte. Von den 30 Top-Werten kosteten am Ende 22 mehr als am Vorabend und 8 weniger.

Europaweit litten die Aktien der Rückversicherer angesichts der Nachrichtenlage um den tobenden US-Wirbelsturm Michael. Die Experten des Schadensermittlers Karen Clark & Co rechnen mit Schäden in versicherter Höhe von rund 8 Milliarden Dollar. Swiss Re gaben 0,7 Prozent nach. Die übrigen Versicherer profitierten dagegen von dem gestiegenen Zinsniveau. So stiegen Zurich Insurance um 0,4 Prozent und Swiss Life um 0,8 Prozent. Zu den Werten, die sich nach kräftigen Verlusten der vergangenen Tage etwas erholten, gehörten auch die Luxusgütertitel. Richemont stiegen um 0,1 Prozent und Swatch um 0,6 Prozent.

Grösster Gewinner unter den Bluechips waren AMS mit einem Plus von 4,0 Prozent, wobei die Titel vom Tageshoch gegen Handelsende deutlich zurückgenommen wurden. Die Aktien profitierten von den Spekulationen, wonach der US-Grosskunde Apple nach der vertieften Partnerschaft mit Dialog Semiconductor auch Teile des Sensorengeschäfts von AMS übernehmen könnte. Am Vortag hatten die AMS-Titel zunächst mit anderen Technologiewerten zu den grössten Verlierern gezählt, sich im Tagesverlauf aber bereits etwas erholt.

Weitere Techwerte wie Logitech (+1,6%) und Temenos (+0,9%) zogen ebenfalls überdurchschnittlich an, ähnliches galt für Sensirion (+6,4%) oder Kudelski (+4,1%) im breiten Markt.

Den Erholungspfad schlugen auch Dufry (+3,0%) als erster Verfolger von AMS ein. Die Aktien des Reisedetailhändlers haben in den vergangenen Wochen über 10 Prozent an Wert eingebüsst.

Lonza (+1,3%) erhielten von Marktspekulationen über eine mögliche positive Ergebnis-Überraschung etwas Rückenwind. Laut Sales-Tradern stockten in den Titeln namhafte Grossanleger ihre Positionen auf.

Die Banken beendeten die Sitzung nach starkem Beginn unauffällig im Mittelfeld. CS (+0,3%) gewannen dabei etwas mehr als UBS (+0,1%) und Julius Bär (+0,2%). Die starken Ergebnisse der US-Banken Citigroup, JP Morgan Chase und Wells Fargo, welche vor der Eröffnung der amerikanischen Börsen präsentiert wurden, verliehen keinen nachhaltigen Schwung.

Auch die Schwergewichte Roche (+0,3%) und Nestlé (+0,1%) gingen mehr oder weniger mit dem Markt, einzig Novartis (+0,7%) stachen von diesen mit nennenswerteren Avancen leicht hervor.

Die Aktien von Swiss Re (-0,7%) gehörten zu den wenigen Verlierern. Marktteilnehmer vermuteten, dass die Sturm-Saison zurück in den Köpfen der Investoren sei, nachdem beispielsweise die Auswirkungen von Hurrikan „Michael“ durch die letzten Börsenturbulenzen etwas verdrängt worden seien. Noch mehr zurück fielen einzig Sika und Sonova (je-1,0%).

Im breiten Markt kletterten Ceva nach dem am Vortag bekanntgewordenen Übernahmeangebot um weitere 6,1 Prozent nach oben. Und auch die Aktien der CPH Chemie + Papier Holding (+5,6%) legen am Freitag kräftig zu. Die Luzerner Industriegruppe rechnet mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung im laufenden Gesamtjahr. Leclanché kletterten im Sog der Börsenerholung gar um über 11 Prozent in die Höhe. (awp/mc/cs)

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