CH-Schluss: SMI gibt 0,8% auf 8’760 Punkte nach

Von moneycab - 18:15

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Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist schwach in die neue Börsenwoche gestartet. Es waren die überraschend schwachen Aussenhandelsdaten aus China, welche die Dividendenpapiere weltweit unter Druck setzten. Die Daten sind nach Auffassung von Experten ein weiterer Beleg dafür, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China der Weltwirtschaft nun immer grösseren Schaden zufügt.

Zudem lastete die Ungewissheit vor der am Dienstag anstehenden Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Parlament auf der Stimmung. Daher sei es zu den Gewinnmitnahmen gekommen – nach den markanten Kursgewinnen seit Jahresbeginn. In der Vorwoche hatte der SMI um 2,6 Prozent zugelegt und in der Woche davor schon um 2,1 Prozent. Die erhöhte Nervosität liess sich auch an einem steigenden Volatilitätsindex ablesen.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Montag 0,77 Prozent tiefer bei 8’760,32 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gab um 0,65 Prozent auf 1’352,34 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,72 Prozent auf 10’218,85 Stellen nach. Bei den 30 SMI/SLI-Werten kamen auf 25 Verlierer 5 Gewinner.

Vor allem zyklische Papiere kamen am Berichtstag unter Druck. So büssten Dufry 2,0 und Geberit 1,8 Prozent ein. Letztere wurden zusätzlich von einer Verkaufsempfehlung durch die UBS belastet. In der Studie, die im Vorfeld der Umsatzveröffentlichung vom kommenden Donnerstag erfolgte, ging der zuständige Analyst von einem geringerem Wachstum in einigen Märkten und Druck auf die Marge durch Investitionen und Kosten aus.

Unter dem Eindruck der schwachen China-Daten gaben auch SGS (-1,7%), Kühne+Nagel (-1,6%) sowie Sika (-1,5%) markant nach. Und in Lonza (-2,3%) wurden Gewinne mitgenommen. Die Papiere des Pharmazulieferers wiesen die bis dato beste Performance im noch kurzen Jahr auf.

Auch mit Technologiewerten ging es abwärts, allen voran Temenos mit minus 2,8 Prozent. Ein Auftrag von Bloomberg, der zu Wochenbeginn an Land gezogen wurde, half dem Titel nicht. Ams gaben um 0,8 und Logitech um 1,1 Prozent nach. Zahlen des Mitbewerbers Dialog Semiconductor halfen dem Sektor lediglich zum Handelsauftakt.

Julius Bär verloren „nur“ 0,2 Prozent. Beim Vermögensverwalter geht die Ära von Verwaltungsratspräsident Daniel Sauter zu Ende. Sein Nachfolger soll SIX-Präsident Romeo Lacher werden. Die beiden anderen Bankentitel, Credit Suisse und UBS (je -0,1%) hielten sich ebenfalls besser als der Gesamtmarkt. Die Finanzwerte reagierten am Nachmittag in erster Linie auf die Zahlen der US-Bank Citigroup.

Zurückhaltender waren die Anleger allerdings bei der Partners Group (-1,2%); der Vermögensverwalter wird am Dienstag erste Angaben zum Geschäftsjahr 2018 nennen.

Belastet wurde der Gesamtmarkt auch von den Verlusten beim Schwergewicht Novartis (-1,6%). Die beiden anderen Top-3-Titel Nestlé (-0,4%) und Roche (-1,0%) kamen etwas besser weg.

Das kleine Gewinnerfeld wurde von den Aktien des Hörgeräteherstellers Sonova (+3,9%) angeführt. Die positive Kursreaktion erfolgte nach einer Hochstufung des Ratings durch die UBS auf ‚Buy‘. Der Druck auf den Aktienkurs sei nicht gerechtfertigt, weil das organische Wachstum und die Margenentwicklung aufgrund eines neuen Produkts über den Konsenserwartungen anziehen dürften, so die Analysten der Grossbank.

Auch die Papiere des Zementherstellers LafargeHolcim (+1,0%) und des Uhrenherstellers Swatch (+0,4%) widersetzen sich dem allgemeinen Negativtrend. Bei den Versicherern waren Swiss Re (+0,6%) und Swiss Life (+0,4%) gesucht.

Am breiten Markt gaben Airopack (-18%), Villars (-6,0%) und EFG (-4,9%) überdurchschnittlich nach. Meyer Burger schlossen 1,4 Prozent tiefer. Der Verwaltungsrat des Solarzulieferers steht laut Medienberichten erneut in der Kritik des Grossaktionärs Sentis Capital. Dieser forderte erneut den Rücktritt des Verwaltungsratspräsidenten.

Auf der anderen Seite gewannen unter anderem Swissquote (+4,4%) und Addex (+4,4%) klar dazu. (awp/mc/ps)

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