Anstieg der Angebotsmieten im Januar 2016

Miete

(Foto: eccolo - Fotolia.com)

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Zürich – Im Januar 2016 sind die Angebotsmieten in der Schweiz um 0.18 Prozent gestiegen. Der Index Schweiz steht bei 114.1 Punkten, wie homegate.ch mitteilt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Mieten um 0.88 Prozent. Im Jahresrückblick 2015 zeichnet sich durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses eine Abflachung des Preisanstiegs von 0.6% ab.

Die grösste Veränderung im Januar 2016 verzeichnete der Kanton St. Gallen, dort stiegen die Mieten um 0.72 Prozent zum Vormonat. Im Kanton Zürich stagnierte der Index mit 117.3 Punkten. In den Kantonen Waadt und Genf kletterten die Angebotsmieten um 0.57 Prozent in die Höhe und standen Ende Monat bei 123.7 Punkten. Im Kanton Tessin hingegen sanken die Angebotsmieten um 0.64 Prozent und befinden sich auf einem Indexstand von 108.8 Punkten.

Mietentwicklung folgt dem Wetterverlauf
Der homegate.ch-Angebotsmietindex Schweiz folgte im Jahr 2015 dem allgemeinen Wetterverlauf. Während eines warmen Winters und eines sonnigen Frühlingsbeginns kletterte der Index um 0,4%. Dann folgte mit viel Niederschlag ein Zwischentief, in dem der Index um 0,2% sank. Ab Ende Juni stiegen die Temperaturen stark an und auch der Index erholte sich um 0,3%. Mit dem einsetzenden, aber milden Herbst verlangsamte sich das Mietwachstum etwas. Zwischen August und Jahresende resultierte noch ein Wachstum von 0,2%.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist ein deutliches Abflachen der Mietentwicklung festzustellen. In den Jahren 2013 und 2014 verzeichneten wir noch Mietsteigerungen von 1,8% und 2,1%. Das Jahr 2015 erreichte dagegen lediglich einen Anstieg von 0,6%.

Bewegung hin zum Marktgleichgewicht
Der Anstieg der Mieten in den letzten Jahren war Ausdruck eines stabilen Nachfrageüberhangs im Markt für Wohnraum. Die robuste Konjunkturlage zog eine hohe Nettozuwanderung nach sich, die durch die Anzahl neu erstellter Wohnungen nicht vollständig ausgeglichen wurde.

Im Januar 2015 setzte mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses eine verlangsamte Wirtschaftsentwicklung ein. Auch die Zuwanderung lag in der Folge leicht unter dem Niveau der Vorjahre. Da der Neubau von Mietwohnungen etwa gleich hoch blieb, näherten sich das Angebot und die Nachfrage nach Wohnraum immer mehr an. Diese Bewegung hin zum Marktgleichgewicht zeigte sich in einer Abflachung des Preisanstiegs.

Weiteres, aber tiefes Wachstum erwartet
Im Jahr 2016 gehen wir von einer leichten konjunkturellen Erholung aus. Die Wirtschaftsentwicklung und in der Folge die Entwicklung der Angebotsmieten wird aber weiterhin schleppend sein. Für 2016 erwarten wir ein Wachstum der Angebotsmieten von 0,5%. (homegate.ch/mc/pg)

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