Gewerbeverband für Managed-Care-Vorlage

Bruno Zuppiger

sgv-Präsident Bruno Zuppiger.

Ermatingen – Der Schweizerische Gewerbeverband sgv, der grösste Wirtschafts dachverband der Schweiz, befürwortet die Managed-Care-Vorlage und sagt Nein zur Volksinitiative „6 Wochen Ferien für alle“. Beim Volksbegehren „Staatsverträge vors Volk“ gibt der sgv dem bundesrätlichen Gegenvorschlag den Vorzug.

Die Schweizerische Gewerbekammer, das Parlament des sgv, hat an ihrer Herbstsitzung in Ermatingen TG Stellung zu drei aktuellen politischen Vorlagen bezogen. Mit 38 gegen 7 Stimmen bei 3 Enthaltungen wurde die Ja-Parole zur Managed-Care-Vorlage des Parlaments beschlossen. Den Ausschlag für das klare Verdikt gab die kostendämpfende Wirkung der ärztlichen Versorgungsnetze, die von den Gegnern allerdings energisch bestritten wurde. Die Ablehnung der eidgenössischen Initiative „6 Wochen Ferien für alle“ der Gewerkschaft TravailSuisse erfolgte ohne Diskussion und einstimmig.

«Integrationsstrategie»
Umstrittener war die Parolenfassung zur Initiative „Staatsverträge vors Volk“ der AUNS. Sie wurde von der Kammer letztlich klar abgelehnt, während der (vom Parlament verworfene) Gegenvorschlag mit 26 zu 12 Stimmen (bei 7 Enthaltungen) akzeptiert wurde. sgv-Präsident Nationalrat Bruno Zuppiger kündigte in seiner Bilanz der Wahlen vom 23. Oktober an, dass der Verband eine „Integrationsstrategie“ gegenüber allen Mitte-Parteien einschlagen werde, also auch gegenüber der BDP und der GLP. Es gehe aber nicht an, dass der sgv durch Parteipolitik auseinander dividiert werde. Eine Zusammenarbeit mit den Linksparteien werde wie bisher punktuell dort erfolgen, wo sie der Erreichung strategischer Ziele dient. (sgv/mc/ps)

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