Zürich – Der Schweizer Immobilien-Anlagemarkt hat 2025 eine positive Entwicklung gezeigt. Die hohe Nachfrage nach sicheren Anlagen und Renditen dürfte laut dem Immobilienberater IAZI den Markt zudem weiterhin stützen.
«2025 war kein schlechtes Jahr für Schweizer Immobilienanlagen», sagt IAZI-Verwaltungsratspräsident Donato Scognamiglio am Montag vor den Medien in Zürich. Es sei die Kombination aus steigenden Mieten und Wertsteigerungen der Immobilien, welche die Renditen hoch halte.
Konkret erzielten Immobilien-Direktanlagen im letzten Jahr eine durchschnittliche Rendite von 6,1 Prozent. Nochmals ein sattes Plus gegenüber dem Vorjahr, als bereits ein Plus von 4,4 Prozent resultierte.
Wer in Wohnungen investierte hatte, erzielte sogar eine noch höhere Durchschnittsrendite von 6,8 Prozent. Derweil brachten Büro- und Geschäftsliegenschaften im Schnitt 4,8 Prozent ein.
Steigende Mieten
Ein Grund dafür: Die seit Jahren steigenden Sollmieten, welche alleine 2025 laut den Daten von IAZI nochmals um 3,7 Prozent zulegten. Bereits 2024 stiegen die Mieten um satte 4,5 Prozent. Und der Wohnraum wird dabei immer knapper, wie die tendenziell sinkenden Leerstände zeigen.
Betrachtet man den Zeitraum der letzten zwanzig Jahre, geht die Entwicklung stetig nach oben: Seit 2005 sind die Sollmieten im Schnitt um 31 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum verzeichneten die Reallöhne laut Scognamiglio gerademal ein Plus von 9 Prozent.
Bestandsmieten fallen
Glücklich schätzen kann sich dabei, wer bereits 10 oder mehr Jahre in der gleichen Wohnung lebt. Die Bestandsmieten für solche «Altmieter» sind im gleichen Zeitraum bislang stabil geblieben.
Grund dafür: Der die Mieten bestimmende Referenzzinssatz ist von 2008 bis 2020 kontinuierlich gefallen und verharrt seither auf einem tiefen Stand. Einzige Ausnahmen waren Juni und Dezember 2023, als der Referenzzinssatz angehoben wurde. Mittlerweile steht er seit September 2025 wieder bei 1,25 Prozent.
Das Immobilienberatungsunternehmen IAZI untersucht im «Swiss Property Benchmark» knapp 16’000 Renditeliegenschaften mit einem Marktwert von rund 326 Milliarden Franken. Dieses Portfolio umfasst rund 218’000 Mietwohnungen. (awp/mc/pg)
