Industrie-Studie von Staufen.Inova: Mehrheit der Unternehmen behält in der Multikrise einen kühlen Kopf

Urs Hirt, Co-Geschäftsführer Staufen.Inova AG (Bild: Staufen.Inova)

Zürich – Laut der aktuellen Studie „Zukunft Industrie 2023“ haben die meisten Unternehmen ihren strategischen Kompass trotz aller Krisenhektik nicht verloren. Beispiel Digitalisierung: 58 Prozent der industriellen Betriebe setzen ihre Digitalisierungsprojekte unverändert fort, 39 Prozent der Unternehmen haben sogar neue Projekte angestossen. Auch beim Thema Nachhaltigkeit bleibt die Industrie mehrheitlich auf Kurs. Nur 15 Prozent haben beim grünen Wandel das Tempo reduziert. Für die Studie hat die Unternehmensberatung Staufen.Inova 126 Industrieunternehmen aus der Schweiz befragt.

„Die instabilen Marktbedingungen der vergangenen Jahre haben die Industrieunternehmen immer wieder zu kurzfristigen Anpassungen gezwungen. Doch viele Betriebe haben trotz Krisenhektik ganz bewusst die Chance zur Transformation genutzt und ihre Strategie konsequent auf die vier Top-Themen Digitalisierung, Effizienz, Nachhaltigkeit und Resilienz ausgerichtet“, sagt Urs Hirt, Co-Geschäftsführer der Staufen.Inova AG. Auf die Frage, welche zwei Top-Themen sie aktuell ganz besonders beschäftigen, gaben jeweils sechs von zehn Unternehmen effiziente Wertschöpfung und Digitalisierung an. Bei jeweils vier von zehn Unternehmen stehen Nachhaltigkeit und resiliente Netzwerke derzeit ganz oben auf der Agenda. „Kein Unternehmen kann sich diesen vier Herausforderungen mehr entziehen“, so Hirt weiter. „Doch für den Erfolg oder Misserfolg einer Transformation ist die Reihenfolge der Umsetzung sowie das Zusammenspiel der einzelnen Dimensionen entscheidend. Eine effiziente und digitalisierte Wertschöpfung ist dabei gewissermassen das Fundament, auf dem alles Weitere aufbaut.“

Operational Excellence als Grundlage für eine erfolgreiche Digitalisierung
Das sieht auch die Mehrheit der Industrieunternehmen so: Mehr als die Hälfte der Unternehmen gab in der aktuellen Staufen.Inova-Studie an, ihre Digitalisierungsprojekte trotz aktuell schwieriger Zeiten unverändert fortzusetzen, um vor allem die Effizienz zu steigern (89 Prozent), mehr Transparenz in die Abläufe zu bringen (73 Prozent) und die Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten zu stärken (66 Prozent). „Aber ohne Operational Excellence besteht die Gefahr, dass Verschwendung ‚digitalisiert‘ und daher das Potenzial der Digitalisierung nicht oder nur teilweise gehoben wird“, warnt Hirt.

Aktuelle Themen wie das Lieferkettengesetz oder die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts zwingen Unternehmen jedoch manchmal zu schnellem Handeln – auch wenn ein stabiles Fundament noch fehlt. In diesem Fall rät der Staufen.Inova-Experte, genau hinzuschauen, was wichtig ist und was noch etwas warten kann. „Die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben führt nämlich nicht automatisch dazu, dass ein Unternehmen wirklich schon nachhaltig oder resilient aufgestellt ist“, so Urs Hirt. Deshalb sollten Unternehmen unbedingt Prioritäten setzen. Einzelne Themen wie gesetzliche Vorgaben müssten zwar umgesetzt werden, dennoch dürften essenzielle Basisaufgaben dabei nicht aus dem Fokus geraten. „Wenn sich alle Abteilungen mit irgendwelchen Projekten beschäftigen und der übergeordnete Plan dabei verloren geht, entstehen statt Effizienzvorteilen nur Kosten“, ist der Co-Geschäftsführer der Staufen.Inova AG überzeugt. (Staufen.Inova/mc/ps)

Über die Studie „Zukunft Industrie 2023“
Für die Studie befragte die Unternehmensberatung Staufen.Inova AG insgesamt 126 Industrieunternehmen in der Schweiz zu den Themenfeldern Digitalisierung, effiziente Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und resiliente Netzwerke. Die Befragung erfolgte im Februar 2023. DACH-weit nahmen mehr als 400 Industrieunternehmen an der Befragung teil. Die Studie steht unter folgendem Link zum kostenlosen Download bereit: https://www.staufen-inova.ch/insights/studien-und-whitepaper/studie-zukunft-industrie/

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