Korn/Ferry Career Playbook: Praktische Tipps für Frauen in Führungspositionen

Frauen

(Foto: Kzenon – Fotolia.com)

Zürich – Die Ergebnisse sprechen für sich: Unternehmen mit Frauen im Top Management bringen bessere Resultate hervor. Weshalb sind Frauen also nicht besser in den oberen Etagen vertreten? Die aktuelle Ausgabe des Korn/Ferry Career Playbooks geht eben dieser Frage auf den Grund. Das Playbook gibt praktische Tipps, die Frauen helfen, die gläserne Decke zu durchbrechen:

  1. Denken Sie über sich nach: Es ist überraschend, wie viele Menschen sich nach 20 Jahren Karriere fragen, was eigentlich passiert ist. Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit Ihren Wünschen und Begabungen auseinanderzusetzen. Denken Sie über die Rahmenbedingungen nach, die Sie sich wünschen und über die Themen, mit denen Sie sich während Ihrer Arbeit beschäftigen möchten. Fixieren Sie sich nicht allzu sehr auf einen Traumberuf oder eine Traumstellung. Oftmals handelt es sich dabei um eine fixe Idee ohne Verständnis für die Anforderungen und Abstriche, die der Job fordert. Sprechen Sie mit Personen in diesen Stellungen, um sich ein möglichst genaues Bild davon zu zeichnen. Machen Sie sich schlau über die betreffende Branche oder Funktion. Dies hilft Ihnen auch die Bereiche zu eruieren, wo Ihnen die nötigen Erfahrungen noch fehlen.
  2. Schaffen Sie sich Verbündete und suchen Sie nach Mentoren: Frauen tun sich oftmals schwer damit, sich selbst ins beste Licht zu rücken. Auch weil Beliebtheit für Frauen im Widerspruch mit Erfolg steht. Intuitiv stellen Frauen ihr Licht unter den Scheffel. Hier ist ein Fürsprecher hilfreich. Es spielt keine Rolle, ob dies Ihr Chef, Ihr Mentor oder Arbeitskollege ist. Wichtig ist, dass diese Person über Ihre Erfolge spricht, wenn Sie nicht anwesend sind.
  3. Nehmen Sie Risiken auf sich und sammeln Sie Erfahrungen: Bewegen Sie sich aus der Komfortzone heraus in Richtung schwierige und unangenehme Aufgaben. Es ist sehr wichtig, dies bereits zu Beginn der Karriere zu tun. Selbstverständlich wissen Sie, worin Sie gut sind und möchten darin erfolgreich sein. Dies ist jedoch eine eher faule Strategie und wird Sie früher oder später nicht weiterbringen. Auch wenn Sie noch kein konkretes Ziel vor Augen haben, verändert sich die Welt sehr schnell und Sie sollten sich darum kümmern, dass Ihr Skillset nicht überflüssig wird.
  4. Bauen Sie Ihr Selbstbewusstsein auf: Ein weiterer Grund, sich mit unangenehmen und schwierigen Aufgaben auseinanderzusetzen ist, Erfolgserlebnisse zu generieren. Denken Sie an die Zeit zurück, als Sie noch dachten, Sie würden diese Herausforderung niemals packen. Es gibt keine bessere Art, das eigene Selbstbewusstsein besser zu pushen. Studien von Korn/Ferry zeigen, dass das Selbstbewusstsein eines der Gaps ist, das zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften besteht. Sogar wenn die Fähigkeiten dieselben sind, tendieren die Frauen dazu, sich zu unterschätzen. Frauen schreiben Erfolg äusserlichen Umständen zu, Männer ihren eigenen Fähigkeiten.
  5. Tu Gutes und sprich darüber: Gute Arbeit wird erst dann wahrgenommen, wenn man entsprechend darüber spricht. Niemand wird Ihnen eine bessere Position oder ein anspruchsvolleres Projekt aus dem Nichts anbieten. Fragen Sie aktiv nach Karriere-Optionen. Stellen Sie Ihre USPs dar, werden Sie aktiv in Eigen-PR und vermarkten Sie Ihre Anliegen selbstbewusst. Dazu gehört eine tragende Stimme, wenn Sie sprechen und eine selbstbewusste Ausstrahlung, wenn Sie auftreten.
  6. Holen Sie sich ehrliches Feedback: Es ist vielleicht unangenehmen, aber fragen Sie nach ehrlichem Feedback und umgeben Sie sich mit Personen, die Ihnen ehrliches Feedback erteilen. Dabei gilt es, Feedback niemals persönlich zu nehmen. Erinnern Sie sich daran, dass es für den Kritiker auch nicht einfach ist und es Mut braucht, jemandem aufrichtig die Meinung zu sagen. Demonstrieren Sie, dass Sie damit umgehen können.
  7. Lassen Sie die Fünf auch mal gerade sein: Frauen tendieren dazu, die Anforderungen an sich selber enorm hoch zu setzen. Oftmals denken Sie, dass nur ‚perfekt‘ gut genug ist beim Arbeiten. Sheryl Sandberg, COO bei Facebook, hilft sich bei diesem Problem mit folgendem Mantra: „Erledigt ist besser als perfekt“. Lernen Sie Prioritäten richtig zu setzen, wo nötig perfekt zu arbeiten und bei anderen Gelegenheiten den Fokus auf das Erledigen zu setzen. Perfektionismus liegt innerhalb der Komfortzone, Priorisieren bedeutet Risiko.
  8. Verhandeln Sie: Oftmals werden Männer nach wie vor besser entlohnt. Weshalb? Weil sie danach fragen.

Das ganze “Korn/Ferry Institute Career Playbook: Practical Tips for Women in Leadership” kann über folgenden Link bezogen werden:
http://www.kornferryinstitute.com/reports-insights/career-playbook-practical-tips-women-leadership

(Korn/Ferry /mc/ps)

Kurzprofil Korn/Ferry International – Greatness Cultivated.
Korn/Ferry International (NYSE:KFY) ist die global führende Personalberatung für die Rekrutierung von Führungskräften und deren Weiterentwicklung. Seit 1969 unterstützt das Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles/USA seine Kunden dabei, neue Führungskräfte zu gewinnen, sie richtig einzusetzen, zu fördern und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Zusätzlich zum Executive Search, den Board Services und der Personalentwicklung (Leadership & Talent Consulting) verfügt Korn/Ferry dank Futurestep auch über eine hoch entwickelte Technologie-Plattform für Recruitment Process Outsourcing (RPO). Korn/Ferry International ist weltweit mit rund 80 Niederlassungen in über 40 Ländern vertreten. In der Schweiz und am europäischen Hauptsitz in Zürich beschäftigt Korn/Ferry 45 Mitarbeitende, die für nationale und internationale Kunden in den Branchen Konsumgüter, Finanzdienstleistungen, Industrie, Life Sciences, Not-for-Profit und Technologie tätig sind.
Weitere Informationen über Korn/Ferry finden Sie auf www.kornferry.com sowie auf www.kornferryinstitute.com für Führungsfragen und Research im Bereich Talent Management.

 

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