Zürich – Die Immobilienfirma Novavest hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Grund dafür sind operative Fortschritte und Bewertungsgewinne sowie Immobilienverkäufe. Die Aktionäre sollen davon in Form einer höheren Ausschüttung profitieren.
Der Vermietungserfolg beläuft sich laut Angaben der Immobiliengesellschaft vom Donnerstag auf 34,8 Millionen Franken (Vorjahr 30,4 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg auf 41,8 Millionen Franken von 28,8 Millionen im Jahr zuvor. Der Gewinn exklusive Neubewertung zog an auf 24,5 Millionen Franken von 18,2 Millionen. Der Reingewinn wurde um fast die Hälfte auf 30,5 Millionen Franken gesteigert. Die Neubewertungen werden mit 7,4 Millionen Franken angegeben nach 1,1 Millionen im Vorjahr.
Zudem wurde die Leerstandsquote weiter reduziert und erreichte per Jahresende 2025 den sehr tiefen Wert von 2,0 Prozent (VJ 2,7%). Per Ende 2025 lag der Marktwert des Gesamtportfolios bei 1,01 Milliarden Franken nach 1’04 im Jahr zuvor. Die Veränderungen ergeben sich laut Novavest durch den Verkauf von sechs Liegenschaften, Investitionen in bestehende Renditeliegenschaften und in Umnutzungs-/Entwicklungsprojekte sowie den Erfolg aus Neubewertungen.
Novavest weist zudem einen Net Asset Value (NAV) von 43,22 Franken je Aktie aus (Ende 2024: 41,61 Fr.). Zudem wurde die Fremdbelehnungsquote auf 51,2 von 53,8 Prozent reduziert.
Die Anleger sollen eine Ausschüttung in Form einer Nennwertrückzahlung von 1,45 Franken pro Namenaktie erhalten. Im Vorjahr waren es 1,40 Franken je Titel.
Zuversichtlicher Ausblick
Das Unternehmen gibt sich zuversichtlich für die weiteren Aussichten. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gehen für 2026 von einer positiven Lage im Schweizer Immobilienmarkt aus. Die Strategie der Novavest mit Fokus auf Wohnen und einem Wohnanteil von 59 Prozent liefere Stabilität im Portfolio und erlaube es, von der dauerhaft hohen Nachfrage nach Wohnraum zu profitieren, heisst es in der Mitteilung. Das heutige Portfolio beinhalte zudem Entwicklungsreserven, die ein organisches Wachstum und Ertragsverbesserungen ermöglichten.
Zudem hält das Unternehmen an der «attraktiven Ausschüttungspolitik mit mittelfristigem Steigerungspotenzial» und an der weiteren Reduktion der Fremdbelehnung des Portfolios fest. Tiefe Leerstandsquoten und gezielte Portfolio-/Effizienzoptimierungen seien weitere Schwerpunkte im Jahr 2026.
Das mittelfristige Potenzial von anorganischem Wachstum oder möglichen Aktienrückkäufen werde geprüft, aber nur dann umgesetzt, wenn sie objektiv Wert generierten, heisst es weiter. (awp/mc/ps)
