Risiken am Immobilienmarkt sinken erstmals seit drei Jahren

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Ob die verschärfte Lex Koller für in der Schweiz Wohnhafte mehr Wohnraum zur Verfügung steht, und ob ausländisches Kapital auf dem Wohnungsmarkt nun zur Erhöhung oder Reduzierung der Preise sorgt, ist höchst umstritten. (Unsplash)

Zürich – Am Schweizer Immobilienmarkt hat sich die Risikolage im zweiten Quartal 2026 erstmals seit drei Jahren wieder etwas entspannt. Der Real Estate Risk Index (RERI) von MoneyPark sank auf 3,5 von 3,7 Punkten im Vorquartal und liegt damit wieder im mittleren Bereich der fünfstufigen Risikoskala.

Für Entspannung sorgen vor allem die bessere Konjunkturstimmung und das weiterhin tiefe Zinsniveau, wie der Hypothekendienstleister am Mittwoch mitteilte. Gleichzeitig bleibe der Arbeitsmarkt ein Risikofaktor. So könnte der Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 3,1 Prozent von 3,0 Prozent im Vorquartal und 2,8 Prozent vor Jahresfrist die Tragbarkeit einzelner Haushalte und damit die Nachfrage nach Wohneigentum belasten.

Preisauftrieb schwächt sich etwas ab
Die Eigenheimpreise stiegen laut Studie weiterhin deutlich stärker als die allgemeine Teuerung; der Abstand hat sich jedoch verringert. Im zweiten Quartal lag der Preisauftrieb 3,8 Prozentpunkte über der Inflation.

Im zweiten Quartal 2026 betrug der Abstand noch 4,2 Prozentpunkte und vor einem Jahr 5,0 Prozentpunkte. Von einer breiten Preiskorrektur könne angesichts des knappen Angebots und der weiterhin hohen Zahlungsbereitschaft allerdings noch keine Rede sein, betonte Moneypark.

Für die kommenden Quartale erwartet Moneypark eine eher seitwärts bis leicht rückläufige Entwicklung des Risikoindex. Eine schnelle Entspannung sei wegen der erhöhten Arbeitslosigkeit, weiterhin dynamischer Immobilienpreise und grosser regionaler Unterschiede aber nicht zu erwarten. (awp/mc/pg)

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