Zürich – Das Risiko einer Blase am Schweizer Immobilienmarkt ist im vierten Quartal 2025 zwar erneut gestiegen. Der sogenannte UBS Swiss Real Estate Bubble Index weist aber laut der Grossbank weiterhin nur auf ein «moderates» Blasenrisiko hin.
Konkret zog der Index gemäss einer Mitteilung vom Freitag im vierten Quartal von 0,27 Indexpunkten auf aktuell 0,48 Zähler an. Dies sei der stärkste Quartalsanstieg seit 1989, teilte die UBS mit. Der Risikobereich beginnt aber erst bei einem Indexpunkt, ab zwei Punkten ist von einer Immobilienblase die Rede.
Wohneigentum habe sich im Vorjahresvergleich weiterhin stark verteuert, schrieb die UBS. So kletterten die Eigenheimpreise um 4,1 Prozent in die Höhe und stiegen damit stärker als die Mieten.
Auf dem Mietwohnungsmarkt hat sich der Anstieg der Mieten laut UBS nämlich deutlich verlangsamt: Angebotsmieten lagen noch 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau, Bestandsmieten stiegen innert Jahresfrist um 1,4 Prozent. Gleichzeitig sanken die Konsumentenpreise und die Haushaltseinkommen.
Preiskorrektur unwahrscheinlich
Eine Preiskorrektur bleibe angesichts tiefer Zinsen und vergleichsweise geringen Nutzungskosten unwahrscheinlich, hiess es. «Zusammen mit der ungenügenden Neubautätigkeit sprechen diese Faktoren klar gegen eine Preisblase», schrieben die Immo-Experten der UBS.
Für die kommenden Quartale erwartet die UBS eine leichte Verlangsamung der Preisanstiege auf dem Eigenheimmarkt infolge der schwachen Konjunktur. «Die Preise dürften 2026 nominal um rund 3 Prozent zulegen und damit sowohl die Einkommens- als auch die Mietentwicklung übertreffen», schrieben die Immo-Experten der UBS. (awp/mc/pg)
