Bern – Der Schweizer Wohnungsmarkt bleibt angespannt: Für Wohnungssuchende ist die Lage so schwierig wie seit 2014 nicht mehr, besonders für Haushalte mit tiefer oder mittlerer Kaufkraft. Dies zeigt der am Montag veröffentlichte «Monitor Wohnungsmarkt» des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO).
Während bestehende Mieter von sinkenden Finanzierungskosten und stabileren Mieten profitieren, ist das Angebot an bezahlbaren Wohnungen für Suchende deutlich geschrumpft. Besonders knapp ist Wohnraum in urbanen Zentren sowie in Tourismusregionen – unter anderem in Zürich, Genf, Luzern, Zug, St. Moritz und Chur.
Auch beim Wohneigentum bleibt der Zugang begrenzt. Für viele Haushalte im unteren Mittelstand sind die Preise nur noch in wenigen Regionen erschwinglich. Es brauche ein «hohes Mass an Durchhaltewillen und Kompromissbereitschaft» – sowohl beim Standort als auch bei der Ausstattung. Auch für den oberen Mittelstand stossen Kaufinteressierte in teuren Regionen wie dem Raum Zürich oder der Genfersee zunehmend an finanzielle Grenzen.
Eine rasche Entspannung ist gemäss BWO nicht in Sicht. Das Wachstum des Wohnungsbestands dürfte auch im laufenden Jahr hinter der Nachfrage zurückbleiben. Ob sich die Lage für Wohnungssuchende verbessert, hängt laut der Analyse stark von der Entwicklung der Anzahl Haushalte ab, deren Wachstum sich 2026 voraussichtlich auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bewegen dürfte. (awp/mc/pg)
