Zweitwohnungen in Tourismusgebieten weiterhin hochbegehrt

Home Office

Remote Work als Nachfragetreiber für Zweitwohnungen. (Adobe Stock)

Zürich – Die Preise für Zweitwohnungen in Schweizer Tourismusregionen steigen weiter. 2025 verteuern sich die Objekte im Schnitt um 4,3 Prozent, wie eine Studie zeigt.

Seit Anfang 2020 sind Zweitwohnungen damit 46 Prozent teurer geworden, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie von Wüest Partner hervorgeht. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 6,5 Prozent. Eigentumswohnungen (Erstwohnsitz) legten im gleichen Zeitraum um 32 Prozent oder 4,6 Prozent jährlich zu. Zweitwohnungen entwickelten sich also dynamischer.

Regional zeigen sich Unterschiede: Besonders stark war das Wachstum seit 2020 in der Innerschweiz (+8,3 Prozent pro Jahr) und in Graubünden (+7,7 Prozent pro Jahr), während das Tessin zurückblieb. 2025 weist das Wallis mit plus 6,2 Prozent eine überdurchschnittliche Dynamik auf.

Remote Work als Nachfragetreiber
Treiber für die Nachfragen nach Zweitwohnungen in gut erreichbaren Berg- und Tourismusdestinationen sind laut der Studie die zunehmende Verbreitung von Homeoffice und flexiblen Arbeitsmodellen. Gleichzeitig erhöhten Investitionen in Infrastruktur die Attraktivität vieler Standorte.

Regulatorische Vorgaben, insbesondere im Raumplanungs- und Zweitwohnungsrecht, schränkten zusätzliche Neubaukapazitäten in vielen Gemeinden gleichzeitig stark ein. Entsprechend bleibe das Angebot knapp.

Ausblick vorsichtig positiv
Für die kommenden Quartale rechnet Wüest Partner mit weiter steigenden Preisen, wenngleich das Wachstumstempo moderat bleiben dürfte. Als Unsicherheitsfaktor gilt die mögliche Ausgestaltung einer Zweitwohnungssteuer, die je nach Umsetzung das Halte- und Verkaufsverhalten beeinflussen könnte. (awp/mc/pg)

Exit mobile version