AIG schlägt Milliardenrisiken an Berkshire Hathaway los

Peter D. Hancock

Peter D. Hancock, zurückgetretener AIG-Konzernchef. (Foto: AIG)

New Yorkk – Der US-Versicherer AIG befreit sich in einem Deal mit Warren Buffetts Berkshire Hathaway von milliardenschweren Risiken aus alten Versicherungsverträgen. AIG zahlt dazu rund 10 Mrd Dollar an die Berkshire-Hathway-Tochter Nico, wie der Versicherer am Freitag in New York mitteilte. Nico übernimmt dafür einen Grossteil der langfristigen Risiken aus Verträgen, die AIG in den Jahren bis Ende 2015 abgeschlossen hatte. Dazu zählt den Angaben zufolge der Grossteil des US-Haftpflichtgeschäfts von AIG aus dieser Zeit.

Für den Rückversicherungs-Deal bezahlt der Versicherer bis Mitte des Jahres 9,8 Milliarden Dollar an Nico – plus Zinsen für die Zeit seit Anfang 2016. Für die Schäden aus den Verträgen, die über die ersten 25 Milliarden Dollar hinausgehen, übernimmt Nico künftig 80 Prozent. Die Haftung der Berkshire-Hathaway-Tochter ist dabei auf höchstens 20 Milliarden Dollar gedeckelt.

Der einst weltgrösste Versicherer AIG hatte die Finanzkrise 2008 nur dank seiner milliardenschweren Rettung durch den Staat überlebt. Der jetzige AIG-Chef Peter Hancock hat verschiedene Konzernsparten verkauft und versucht mit der Trennung von Risiken Milliardensummen für Aktienrückkäufe freizubekommen. Anfang 2016 kündigte er an, binnen zwei Jahren 25 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurückzugeben. (awp/mc/pg)

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