Aktienfokus: UBS legen nach Quartalszahlen deutlich zu

UBS

Zürich – Die Valoren der Grossbank UBS sind mit deutlichen Kursavancen in den Handel am Dienstag gestartet. Mit ihrem Resultat zum ersten Quartal 2013 übertraf das Institut die Markterwartungen deutlich. Als besonders bemerkenswert fällt im Urteil der Analysten der Umstand aus, dass die UBS sowohl im Investment Banking als auch im Wealth Management überzeugende Resultaten ablieferte. Als ausserordentlich stark wird zudem der Nettoneugeldzufluss bewertet.

Die UBS-Aktien gewinnen bis gegen 9.40 Uhr 5,0% auf 16,50 CHF, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 16,85 CHF gestiegen waren. Der Gesamtmarkt (SMI) steht 0,31% höher.

«Sehr starke Resultate»
«Was hat die UBS doch für einen starken Start ins 2013 an den Tag gelegt», heisst es in einer Überschrift eines Marktkommentars. Die Bank habe «sehr starke» Resultate abgeliefert und habe ihre über dem Konsens liegenden Erwartungen übertroffen, schreibt die Deutsche Bank in einer Ersteinschätzung. Es sei aber vor allem der «Mix» der Resultate, der einen starken Eindruck hinterlasse, so das deutsche Institut weiter.

Investment Bank als Gewinntreiber
Alle Divisionen, ausser dem Retail & Corporate, hätten höhere Vorsteuergewinne als geschätzt erzielt, ergänzt Vontobel-Analystin Teresa Nielsen. Der Hauptreiber der Gewinnsteigerung sei vor allem die Investment Bank gewesen, die den Ertrag gegenüber dem Vorquartal um 74% steigerte und die Kosten gleichzeitig um 2% verringerte, so dass ein Vorsteuergewinn nach einen Verlust im Vorquartal resultierte.

Im Gegensatz zur Konkurrentin Credit Suisse habe bei der UBS aber nicht nur das Investment Banking sondern auch das Wealth Management und das Wealth Management Americas zur Ertragsüberraschung beigetragen, ergänzt ein Marktkommentator.

Erwartungen bezüglich Bruttomarge im WM übertroffen
Dabei ist im Urteil von ZKB-Analyst Andreas Venditti das Resultat im Wealth Management stark ausgefallen. Zudem habe die Bank die Erwartungen bezüglich der Bruttomarge im WM übertroffen, wogegen die CS diesbezüglich deutlich enttäuscht habe. Ausserordentlich stark sei zudem der Neugeldzufluss in dieser Division gewesen, ergänzt die Deutsche Bank.

Zum erfreulichen Konzernergebnis hat auch der Rückgang des Geschäftsaufwands (-21%) gegenüber dem Vorquartal beigetragen, heisst es weiter.

Kernkapitalquote von 10,1 % überdurchschnittlich
Mit einer Basel III Kernkapitalquote von 10,1% weise die UBS im Quervergleich eine überdurchschnittliche Quote aus, schreibt Venditti. Diese Kapitalquote sei unterstützend sowohl für das Geschäft der Bank als auch für eine gute Dividendenausschüttung an die Aktionäre, ergänzt Nielsen.

Vertrauen in die neue Strategie der Bank gestiegen
Ihrer Ansicht nach bestätige das Erstquartalsresultat insgesamt, dass das Vertrauen der Kunden in die neue Strategie der Bank gestiegen ist.

Wie üblich sei aber zu beachten, dass das erste Quartal des Jahres das Beste sei und dass dieses Ergebnis nicht hochgerechnet werden kann, schreibt Venditti. Das Management habe denn auch einen vorsichtigen Ausblick abgegeben, ergänzt Nielsen. (awp/mc/pg)

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