Auch Frankreichs Banken wehren sich Kapitalaufstockung

Frédéric Oudéa

Chef des nationalen Bankenverbands Fédéric Oudéa.

Paris – Frankreichs Banken wehren sich gegen mehr Risikovorsorge. In der EU wird diskutiert, die Banken notfalls auch gegen ihren Willen mit mehr Eigenkapital auszustatten. «Das Risiko durch die griechischen Staatschulden macht für französische Banken 8 Milliarden Euro aus, also 0,1 Prozent aller ihrer Kredite», betonte der Chef des nationalen Bankenverbands Fédéric Oudéa.

Die Profite der Branche fürs erste Halbjahr 2011 seien weit grösser als dieser Betrag, sagte Oudéa in einem Interview der Zeitung «Le Parisien». Nach seiner Ansicht kommen auch die meisten anderen europäischen Banken problemlos ohne Kapitalaufstockung aus.

«Die französischen Banken brauchen kein öffentliches Kapital»
«Das echte Problem dieser Krise ist das Problem der Glaubwürdigkeit einiger Staaten, ihre öffentlichen Haushalte in den Griff zu bekommen (…)», sagte er. «Die französischen Banken brauchen kein öffentliches Kapital.» (awp/mc/gh)

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