Bank Linth verdient im 1. Halbjahr weniger

David Sarasin

David Sarasin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank Linth. (Foto: Bank Linth LLB)

David Sarasin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Bank Linth. (Foto: Bank Linth LLB)

Zürich – Die Bank Linth hat im ersten Semester wegen gestiegener Kosten weniger verdient als im Vorjahr. Der Bruttogewinn verminderte sich um 24% auf 9,0 Mio CHF und der Reingewinn um 13% auf 7,8 CHF.

Neben Kosten für den Aufbau neuer Geschäftsstellen seien im ersten Halbjahr ausserordentliche Mehrkosten im Zusammenhang mit dem Führungswechsel vom vergangenen Dezember angefallen, teiilte die Tochter der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) am Dienstag mit. «Auch dies ist ein einmaliger Aufwand, der nun das Ergebnis des zweiten Halbjahrs nicht mehr belasten wird», wird der neue Bank Linth-CEO David Sarasin in der Mitteilung zitiert.

Höherer Erfolg aus Zinsengeschäft
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich um 0,9% auf 31,8 Mio. Rückläufig war indes der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, und zwar um 0,3% auf 7,8 Mio. Auch der Handelserfolg verminderte sich um 4,9% auf 1,8 Mio CHF.

Geschäftsaufwand steigt um 11 Prozent
Diesen Erträgen stand ein um knapp 11% auf 33,3 Mio CHF gestiegener Geschäftsaufwand gegenüber. Dies wegen neuer Geschäftsstellen in Erlenbach und Winterthur, deren Personal- und Sachkosten im abgelaufenen Semester erstmals vollumfänglich angefallen sind, wie es heisst. Zudem seien ausserordentliche Personalkosten entstanden, vorwiegend durch den mit der Zentralisierung von Dienstleistungen umgesetzten Sozialplan.

Höhere Kundenausleihungen
Zugelegt hat die Ostschweizer Regionalbank bei den Kundenausleihungen und Kundengeldern: Sie stiegen um 1,7% auf 4,6 Mrd bzw. 4,8% auf 3,6 Mrd CHF. Die Bilanzsumme belief sich per Ende Juni auf 5,20 Mrd CHF nach 5,10 Mrd CHF Ende 2011.

Kostensituation soll sich in H2 normalisieren
Nachdem im ersten Semester beim Geschäftsaufwand diverse Einmaleffekte aufgetreten sind, rechnet die Bank Linth für das zweite Semester 2012 nun mit einer Normalisierung der Kostensituation, geht aber weiterhin von einem anspruchsvollen Marktumfeld aus. (awp/mc/pg)

 

 

Sollten Sie an weiteren Analysen zu diesem Thema interessiert sein, gibt Ihnen Bernd Hartmann, Leiter Investment Research der VP Bank, gerne Auskunft. Bei allfälligen Quotes bitten wir Sie ebenfalls Herrn Hartmann zu zitieren.

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