Basler Kantonalbank: Bankpräsident Andreas Albrecht tritt zurück

Andreas Albrecht

Andreas Albrecht, abtretender Bankpräsident Basler Kantonalbank (BKB) und VR Bank Coop AG. (Bild: BKB)

Basel – Andreas Albrecht hat seinen Rücktritt als Präsident und Mitglied des Bankrats der Basler Kantonalbank erklärt. Damit verbunden ist der Rücktritt von allen damit zusammenhängenden Funktionen, insbesondere auch der Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Bank Coop AG und aus dem Stiftungsrat der BKB, wie die BKB und die Bank Coop am Freitag mitteilten.

Der Rücktritt erfolgt auf ein noch festzulegendes Datum bis spätestens 31. Dezember 2013. Der Bankrat hat beschlossen, dass ab diesem Datum die Präsidialfunktionen im Bankrat ad interim vom Bankratsmitglied Andreas Sturm wahrgenommen werden, bis der Grosse Rat die Ersatzwahl des Bankratspräsidiums vornehmen wird. Im Hinblick auf die Übernahme des Bankpräsidiums ad interim wird Sturm zur Wahrung seiner politischen Unabhängigkeit aus dem Grossen Rat zurücktreten und aus der Grünliberalen Partei austreten, wie es in der Mitteilung der BKB weiter heisst

Kritik nach Finma-Rüge
Aufgrund der Rüge, welche die Finma wegen Handelsaktivitäten mit eigenen Partizipationsscheinen gegen die BKB ausgesprochen hatte, war Andreas Albrecht als Präsident des Bankrats in öffentliche Kritik geraten. Er begründet seinen Rücktritt damit, dass er die Bank von dem Vertrauensverlust entlasten will, dem er in der Öffentlichkeit ausgesetzt sei.

«Nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt»
Der Bankrat nehme den Rücktrittsentscheid von Andreas Albrecht mit Bedauern zur Kenntnis und halte fest, dass er im Zusammenhang mit der Regelung und der Beaufsichtigung der Handelsaktivitäten der Bank mit eigenen Partizipationsscheinen nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und sich dabei auch von externen Rechtsspezialisten beraten lassen habe, heisst es in der Mitteilung weiter. Trotzdem sei die Rüge der FINMA zu akzeptieren, und der Bankrat müsse selbstkritisch feststellen, dass er die in der BKB angezeigten kulturellen und personellen Veränderungen möglicherweise noch rascher und energischer hätte vorantreiben können. «Insgesamt erweisen sich aber diese vom Bankrat verfolgten Veränderungen als richtig und zielführend», schreibt die BKB abschliessend. (BKB/mc/ps)

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