Bitcoin markiert neues Allzeithoch bei über 20’000 Dollar

Bitcoin

(Photo by Dmitry Moraine on Unsplash)

Zürich – Der Bitcoin hat erneut eine neue Höchstmarke erreicht. Der Kurs der bekanntesten Kryptowährung stieg erstmals über die Marke von 20’000 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit seinem Bestehen.

Am Mittwoch kletterte der Kurs der ältesten und bekanntesten Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp in der Spitze bis auf 20’440 US-Dollar. Damit wurde das etwa drei Jahre alte Rekordhoch von Ende 2017 übertroffen. Auf Bitstamp wurde damals ein Höchststand von 19’666 Dollar erreicht. Auf anderen Plattformen, von denen es zahlreiche gibt, weichen die jeweiligen Rekordstände leicht ab. Zur Berichtszeit notiert die Kryptowährung bei 20’330 US-Dollar.

Notenbankpolitik lockt Anleger
Bereits vor rund zwei Wochen stieg der Kurs knapp an die nun überwundene Marke von 20’000 US-Dollar, verlor aber in der Folge jeweils wieder. Gründe für die neuen Kurshöhen sind laut Marktbeobachtern vielfältig. Neben der guten Stimmung an den Finanzmärkten aufgrund der Corona-Impfstoff-Hoffnungen, die auch den Kryptowährungsmärkten Auftrieb geben, sorgten zuletzt auch Aussagen von renommierten Banken zu möglichen Preisentwicklungen des Bitcoin mit teils ambitionierten Kurszielen für Aufsehen. Daneben gilt der Entscheid des Bezahldienstleisters PayPal, seinen US-Kunden den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen, als weiterer Kurstreiber.

Aktuell verweisen Händler auch auf die als unterstützende Faktoren wirkende Entscheide der Fed und der EZB. Die Aussicht auf die Fortsetzung einer ultralockeren Geldpolitik sei ein Anreiz für Anleger sich mit Kryptowährungen gegen Entwertungsrisiken bei Devisen abzusichern und ihre Vermögenswerte zu diversifizieren.

«Halving» als Startpunkt
Im Gegensatz zum Boom vor knapp drei Jahren sind diesmal laut Marktbeobachtern vor allem institutionelle Investoren für den Kursanstieg verantwortlich. Das neue Allzeithoch könnte aber auch wieder vermehrt Kleinanleger anlocken, heisst es in Händlerkreisen.

Seit dem Absturz im Zuge des Corona-Crashs an den Finanzmärkten und dem sogenannten «Halving» im Frühling hat sich der Wert einer Einheit der Kryptowährung damit in etwa vervierfacht. Beim «Halving» wurde die Anzahl der durch Rechenleistung neu entstehenden Bitcoins pro an die Blockchain angehängten Block halbiert. Die Vergütung für einen errechneten Block sank von 12,5 auf 6,25 Bitcoins. Dieser im Bitcoin-Code eingebaute Vorgang findet rund alle vier Jahre statt. (awp/mc/pg)

Exit mobile version