Basel – Die Basler Kantonalbank (BKB) hat im Geschäftsjahr 2025 den Konzerngewinn nicht zuletzt dank einem verbesserten Zinsengeschäft erneut gesteigert. Die PS-Inhaber erhalten eine höhere ordentliche Ausschüttung.
Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis stieg um 2,1 Prozent auf 281,1 Millionen Franken, wie der Finanzkonzern, zu dem neben dem BKB-Stammhaus auch die Bank Cler gehört, am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein um 8,8 Prozent höherer Gewinn von 202,8 Millionen Franken.
Höhere ordentliche Ausschüttung
Die Inhaber der BKB-PS erhalten nun eine Brutto-Dividende von 3,60 Franken je Partizipationsschein. Im vergangenen Jahr hatten sie noch eine ordentliche Dividende von 3,25 Franken erhalten, aufgrund des 125-Jahre-Jubiläumsjahr allerdings zusätzlich noch eine verrechnungssteuerfreie Sonderdividende von 1,25 Franken.
Im Stammhaus BKB weist der Finanzkonzern für 2025 einen um 9,4 Prozent auf 189,2 Millionen Franken gestiegenen Gewinn aus. Die Bank Cler trug mit einem knapp 1 Prozent höheren Jahresgewinn von 44,0 Millionen Franken zum Ergebnis bei.
Margenorientiertes Wachstum
Insgesamt erhöhte der Bankkonzern den Geschäftsertrag im vergangenen Jahr mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 675,1 Millionen Franken leicht. Verbessern konnte er den Ertrag dabei vor allem im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft (+4,3% auf 470,3 Mio). Dazu beigetragen hätten ein «margenorientiertes Wachstum» sowie die Steuerung der Bilanzstruktur, schreibt die BKB.
Die Kundenausleihungen entwickelten sich allerdings leicht rückläufig, wobei die Bank ebenfalls auf die «vorausschauende Bilanzsteuerung» verweist und die hohe Qualität des Kreditportfolios betont. So resultierte bei den Hypothekarforderungen ein Rückgang um 0,7 Prozent auf 33,5 Milliarden Franken. Eine leichte Zunahme vermeldete die BKB dagegen bei den Kundengeldern (+0,8% auf 30,6 Mrd).
Mehr Vermögensverwaltungsmandate
Leicht höher fielen die Kommissions- und Dienstleistungserträge aus (+1,7% auf 142,9 Mio). Hier profitierte die Bank von einem Wachstum der Delegationslösungen wie auch von einer deutlichen Zunahme der Vermögensverwaltungsmandate. Eine tiefere Kundenaktivität bei Zinsabsicherungsgeschäften führte dagegen zu einem klar rückläufigen Handelsergebnis (-15,2% auf 52,7 Mio).
Der Geschäftsaufwand stieg derweil mit einem Plus von 1 Prozent auf 367,7 Millionen Franken langsamer als die Erträge. Bei den Kosten machten sich laut der BKB Prozessoptimierungen etwa bei der Hypothekenvergabe oder beim digitalen «Onboarding» bezahlt. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich in der Folge leicht auf 54,6 Prozent (VJ 54,8%).
Start in neue Strategieperiode
Für den Start in ihre neue Strategieperiode 2026+ sieht sich die BKB gut positioniert. Die im vergangenen Jahr vorgestellte Strategie sieht neben einem Fokus auf die «Vertriebs- und Dienstleistungsexzellenz» nicht zuletzt weiteres Wachstum in der Vermögensverwaltung und bei den Vorsorgelösungen vor.
Insgesamt rechne man für 2026 aber mit einem «weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen, geo- und handelspolitischen Umfeld», schreibt die Bank. So werde das tiefe Zinsniveau die Ertragsentwicklung auch im neuen Jahr beeinflussen. (awp/mc/ps)
