BLKB im 1. Halbjahr mit leichter Gewinnerhöhung

Beat Oberlin - Basellandschaftliche Kantonalbank BLKB

Beat Oberlin, ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung BLKB. (Foto: BLKB)

Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung BLKB. (Foto: BLKB) 

Liestal – Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat im ersten Halbjahr 2016 die Gewinnzahlen weiter verbessert. Dazu hat vor allem das Zinsengeschäft beigetragen, wo die Bank trotz dem Negativzinsumfeld den Erfolg weiter erhöht hat. Das Wachstum der Hypothekargeschäfts bleibt etwa im Rahmen des Vorjahres, wie dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht des Staatsinstituts zu entnehmen ist.

Insgesamt erwirtschaftete die Bank in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Geschäftserfolg von 93,9 Mio CHF, was einem Anstieg um 1,0% entspricht. Bei einer etwas geringeren Reservenbildung als im Vorjahr verblieb unter dem Strich ein um 2,3% höherer Reingewinn von 52,9 Mio CHF. Gleichzeitig habe man im Halbjahr auch in die digitale Weiterentwicklung investiert, betont das Institut. So wurden die Zahlungslösung «Twint» eingeführt und der Online-Auftritt erweitert.

Anstieg im Zinsengeschäft
In ihrem wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, verzeichnete die Bank einen Anstieg des Brutto-Erfolgs um 3,4% auf 145,0 Mio CHF, nach Abzug von Wertberichtigungen und Verlusten aus dem Zinsengeschäft verblieb ein Netto-Erfolg von 143,1 Mio CHF (+2,4%). Im Kommissionsgeschäft sank der Erfolg dagegen deutlich (-7,1% auf 29,3 Mio CHF). Im Handelsgeschäft (+2,3% auf 9,3 Mio) verdiente die Kantonalbank wiederum etwas mehr als noch im Jahr davor.

Auf der Kostenseite machten sich die getätigten Investitionen in neue Technologien sowie Produkte bemerkbar. Insgesamt legte der Geschäftsaufwand in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,3% auf 82,1 Mio CHF zu. Dabei nahmen der Sachaufwand wie auch der Personalaufwand etwa im gleichen Ausmass zu.

Mehr E-Hypotheken
Die Bilanzsumme der BLKB stieg gegenüber Ende 2015 um 1,9% auf 23,6 Mrd CHF. Die Hypothekarforderungen nahmen wie bereits Vorjahressemester mit einer Rate von 1,6% zu und erreichten 17,3 Mrd CHF. Die gemeinsam mit der Online-Bank Swissquote vertriebenen E-Hypotheken machten rund 77 Mio CHF respektive ein gutes Viertel der Steigerung aus und verzeichneten weiterhin einen konstanten Zuwachs, wie die Bank weiter schreibt. Die Kreditlimiten an Firmen stiegen auf insgesamt 5,0 Mrd CHF.

Auf der Gegenseite der Bilanz erhöhten sich die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen um 1,5% auf insgesamt 15,7 Mrd. Insgesamt vertrauten Kunden der BLKB im ersten Halbjahr Netto-Neugelder in Höhe von 367 Mio CHF an. Die Kundenvermögen betrugen per Ende des Semesters 19,6 Mrd CHF, davon 3,1 Mrd CHF mit Verwaltungsmandaten. Das Aktivgeschäft habe grösstenteils durch Kundengelder refinanziert werden können, betont die BLKB.

Anspruchsvolles zweites Semester
Das zweite Halbjahr 2016 erwartet die BLKB als «anspruchsvoll». Im Nachgang zur Brexit-Abstimmung werde eine «Phase der Ungewissheit» folgen. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet die Kantonalbank mit einem Ergebnis «etwa in der Höhe des Vorjahres» – 2015 hatte sie einen Jahresgewinn von 130,4 Mio CHF ausgewiesen. Im Februar 2016 hatte die Erwartung der Bank allerdings noch auf ein Ergebnis «leicht unter dem Vorjahr» gelautet. (awp/mc/pg)

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