Deutsche Bank überrascht mit Gewinnsprung

Christian Sewing, CEO Deutsche Bank. (Foto: Deutsche Bank)

Frankfurt – Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal dank ihrer Investmentbank überraschend einen Gewinn auf Rekordniveau erzielt. Das Vorsteuerergebnis war mit 2,68 Milliarden Euro nur minimal geringer als im gleichen Zeitraum des Rekordjahres 2007, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Unter dem Strich steht dieses Mal ein Gewinn von 1,64 Milliarden Euro – zehn Prozent mehr als im Vorjahr, aber etwas weniger als 2007. Im zweiten Halbjahr möchte die Bank weitere 500 Millionen Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben.

«Zusammen mit unseren bisherigen Rekordergebnissen in diesem Jahr stärken diese Entwicklungen unsere Zuversicht, dass wir unsere Ziele für 2028 übertreffen können», erklärte Konzernchef Christian Sewing. Der Manager, der die Führung der Deutschen Bank nach etlichen Krisenjahren im April 2018 übernommen hatte, hat das Ziel ausgegeben, die Eigenkapitalrendite auf mehr als 13 Prozent zu steigern. Im zweiten Quartal lag sie bei 11 Prozent. Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie effizient Banken das Kapital zur Erzielung von Gewinnen einsetzen.

Künstliche Intelligenz (KI) eröffne «neue Möglichkeiten, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und zusätzliche Einsparungen zu erzielen», bekräftigte Sewing. Im Zeitraum April bis Juni 2026 ging es besonders stark in der Investmentbank nach oben, die zum Beispiel mit Finanzierung und Beratung von Unternehmen sowie Begleitung bei Börsengängen und Wertpapieremissionen Geld verdient: Der Vorsteuergewinn der Sparte stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. (awp/mc/pg)

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