Berlin ist Deutschlands führendes FinTech-Zentrum – international vernetzt und mit einer lebendigen Szene aus Startups, Banken und Investoren. FIBE Berlin will diese Community auf einer europäischen Bühne zusammenbringen.
Im Gespräch mit Lisa Dally (Projektleiterin FIBE), Carola Bergmann (Head of Event Production, Handelsblatt) und Caroline Wahl (Co-Gründerin Berlin Finance Initiative) erläutern diese, was FIBE besonders macht, welche Formate echten Mehrwert schaffen und wie das Festival die Finanz- und Tech-Community verbindet.
Was macht FIBE Berlin zu einem besonderen Event im Vergleich zu anderen Finanz- und Tech-Konferenzen?
Lisa: „FIBE ist kein klassisches Messeformat. Wir verbinden Konferenz, Expo und Networking mit Festival-Charakter. Teilnehmer:innen sollen nicht nur zuhören, sondern Kontakte knüpfen, sich einbringen und inspiriert werden.“
Carola: „Die Mischung aus inhaltlicher Tiefe und informellem Austausch ist zentral. Auf den Bühnen diskutieren wir Trends wie Stablecoins, Private Markets, Defence und Brokerage. Genauso wichtig sind die Räume, in denen Menschen abseits der Bühne spontan zusammenkommen und Ideen austauschen. Die Club Stage oder der FIBE-Späti schaffen diese informellen Begegnungen, die oft zu langfristigen Kooperationen führen.“
Welche Formate sorgen dafür, dass Networking und Wissenstransfer funktionieren?
Carola: „Wir setzen auf Vielfalt: Panels, Masterclasses, Deep Dives und praxisnahe Workshops liefern handfeste Impulse und Inspiration. Dabei ist uns auch die Interaktion mit den Speakern wichtig: Teilnehmende können jederzeit Fragen stellen und sich bei Live-Votings an Umfragen zu aktuellen Themen beteiligen. Ergänzt wird das durch offene, kuratierte Räume für spontane Gespräche, in denen Start-ups, Investor:innen, Banker:innen und Reguliererende gleichermaßen Mehrwert finden.”
Lisa: „Die Raumgestaltung ist dabei Teil des Konzeptes: Offene Lounges, kleine Bühnen, informelle Bars – das alles erleichtert Austausch und stärkt das Gemeinschaftsgefühl.“
Welche Rolle spielt die Community?
Caroline: „Die Community ist das Herzstück. FIBE lebt von aktiver Teilnahme: Teilnehmer:innen, Speaker:innen und Partner gestalten das Festival mit. Es geht nicht um ein weiteres Event, sondern um ein Programm aus der Szene für die Szene. FIBE schafft echte, sektorübergreifende Zusammenarbeit – zwischen Fintechs und Banken, Regulator:innen und Innovatoren oder Investor:innen und Startups. Die so entstehenden Beziehungen sind nachhaltiger als auf klassischen Messen.“
Gibt es Beispiele, bei denen FIBE bereits Kooperationen angestoßen hat?
Lisa: „Auf der FIBE entstehen nicht nur Kontakte, sondern echte Kooperationen – über Branchengrenzen hinweg. Beispiel: Die Berliner Sparkasse vertiefte nach Gesprächen auf der FIBE 2025 die Zusammenarbeit mit WealthAPI und SINPEX. Auch im Bereich Anti-Financial Crime entstanden neue Partnerschaften. Das zeigt, wie wertvoll ein Ort ist, an dem Banken, Fintechs, Tech-Anbieter, Investor:innen und Regulatoren auf Augenhöhe zusammenkommen.“
Wie international ist FIBE?
Lisa: “Die letzte FIBE (2025) vereinte über 2.000 Teilnehmer:innen aus 42 Ländern, 214 Speaker aus 19 Ländern und 75 Partner und Sponsoren. Zu den Redner:innen zählten unter anderem Bundesfinanzminister Dr. Jörg Kukies, Dan Schulman (ehem. CEO PayPal), Valentin Stalf (CEO N26), Robert Habeck (ehem. deutscher Vizekanzler), Sanna Marin (ehem. finnische Ministerpräsidentin), Ali Niknam (bunq), Matt Colebourne (Qwist GmbH) und Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.
Dieses Jahr erwarten wir Speaker aus digitalen Banken, Neo-Banking und innovativen Plattformen – ein einzigartiger Mix, der Einblicke und Vernetzung auf höchstem Level garantiert.”
Warum ist Berlin der ideale Standort für so ein Festival?
Caroline: „Berlin ist Deutschlands führender FinTech-Standort: Rund 189 aktive FinTech-Startups machen die Hauptstadt zum klaren Vorreiter – mehr als dreimal so viele wie München oder Frankfurt. 2024 flossen etwa 463 Millionen Euro Venture Capital in 31 Finanzierungsrunden für Berliner Startups. Damit entfielen rund 89 % aller deutschen FinTech-VC-Investments auf Berlin.
Doch es geht nicht nur um Zahlen: Berlin zieht Talente, Investoren und Gründer:innen aus aller Welt an. Mit Hubs wie dem House of Finance & Tech entsteht ein Ökosystem, das Wachstum, Partnerschaften und Innovation fördert – ideale Voraussetzungen für ein Festival wie FIBE.“
Was soll FIBE bei den Menschen bewirken?
Carola: „Wir möchten, dass jeder inspiriert nach Hause geht. FIBE zeigt: Hier entstehen Ideen, hier werden Partnerschaften geschlossen, hier trifft die Finanzwelt von morgen auf Technologie und Innovation. Es geht um konkrete Impulse, neue Kontakte und die Energie, die aus dem Austausch entsteht.“
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