Fondsvolumen sinken im Juni um rund 2 Prozent

Anlage

Basel – Das Vermögen der Anlagefonds in der Schweiz ist im Juni um rund 2% zurückgegangen. Die Swiss Funds Association (SFA) führt die Verminderung auf die Unsicherheit an den Kapitalmärkten, insbesondere rund um die Schuldenproblematik im Euro- und zunehmend auch im Dollar-Raum zurück, wie es in einer Mitteilung heisst.

Per Ende Juni 2011 betrug das Totalvolumen der in der SFA-Statistik erfassten Anlagefonds 637,7 Mrd CHF. Davon entfielen rund 226,2 Mrd CHF auf Schweizer Fonds für institutionelle Investoren. Die verwalteten Vermögen reduzierten sich im Berichtsmonat insgesamt um 13,6 Mrd CHF, heisst es weiter.

Edelmetalle legen am stärksten zu
Die Netto-Rücknahmen hielten sich laut SFA trotz des schlechteren Umfelds mit -441 Mio CHF in Grenzen. Rücknahmen bei den Geldmarkt-, Obligationen- und Anlagestrategiefonds standen Neuzeichnungen bei Edelmetall- und Commodityfonds sowie Aktienfonds gegenüber. Am meisten Zeichnungen registrierten die in Edelmetalle angelegten Fonds (+697 Mio CHF) und die Aktienfonds (+656 Mio). Bei den 50 wichtigsten Fondstypen nach Anlagestrategie konnten CHF-Obligationenfonds ihre Stellung mit fast 68 Mrd CHF gegenüber globalen Aktienfonds und Schweizer Aktienfonds leicht ausbauen.

Flucht in den Schweizer Franken
Bei den Entwicklungen der einzelnen Anlagewährungen sei eine klare Flucht in den Schweizer Franken zu beobachten, heisst es. So verzeichnete der Berichtsmonat für auf Franken lautende Fonds über 881 Mio CHF Neugeld. Starke Abflüsse gab es demgegenüber laut Mitteilung nicht nur bei Euro-, sondern auch bei USD- und GBP-Fonds.

Interessant sei auch die Entwicklung nach Fondsdomizil. Während Schweizer Fonds gemäss Statistik im Juni einen Mittelzufluss von +1,5 Mrd CHF verzeichneten, gab es einen Abfluss bei Luxemburger Fonds von 1,6 Mrd CHF. (awp/mc/pg)

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