IHAG Kommentar: Negative News drücken auf die Stimmung

Zürich – Vier Tage mit schwachen Konjunkturdaten aus den USA belasteten ab Dienstag die Märkte. Der S&P 500 sank im Wochenvergleich 2.3%. Der Euro Stoxx 50 verlor 2.4% und der SMI 1.3%. Die Schweizer Börse war am Donnerstag (Auffahrt) geschlossen, als die anderen Börsen unter die Räder kamen, was den Schaden relativ begrenzte.

Sicherheit war gesucht und die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen sank in der Schweiz weiter von 1.74% auf 1.71%. Der nachlassende Konjunkturschwung in den USA drückte auch den CHF/USD-Kurs weiter von 0.85 auf 0.84. Der EUR/CHF-Kurs hingegen konnte sich trotz des Griechenlanddebakels bei 1.22 halten. Im Hintergrund wird ein weiteres Hilfspaket für Griechenland geschnürt werden, welches im Juli zur Auszahlung gelangen dürfte.

Schwache Makrodaten aus den USA drücken auf die Stimmung
Gold war als sichere Anlage gefragt und die Unze stieg von USD 1533 auf USD 1538, wobei ein Teil aus dem rückläufigen Dollar erklärt werden kann. Das volatilere Silber verlor dagegen über 6%. Beim Öl blieb es ruhig und Brent schloss die Woche fast unverändert bei USD 114 pro Barrel. Sah es am Dienstag noch nach einem unerwarteten Rebound der Börsen aus, so machten die Märkte am Donnerstag nach den schwachen Konjunkturdaten aus den USA rechtsumkehrt. Der S&P 500 verlor in zwei Tagen 3.5% und fiel unter die wichtige 1300er Marke, was auch dem Tiefstwert vom April entspricht. Der DAX geleitete ebenfalls Richtung 7000er Marke zurück, trotz guter ifo-Zahlen eine Woche zuvor. Schwache Makrodaten aus den USA drücken auf die Stimmung und die Frage rückt in den Vordergrund, ob es sich um einen Mid-cycle-slow-down handelt oder die Erholung abgewürgt wird.

Die Ampeln stehen weiterhin auf orange
Zudem richtete sich auch in den USA das Augenmerk auf das global unbedeutende, aber faktisch bankrotte Griechenland. Wie können die europäischen Finanzminister diesen Augiasstall ausmisten? Herkules ist jedenfalls nicht in Sicht und die Auszahlung einer weiteren Kredittranche bringt nur einen Aufschub aber keine Lösung. Ein Lichtblick war dann der Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors in den USA, welcher von 52.8 auf 54.6 Punkten uns somit leicht über die erwarteten 54.0 stieg. Dies hellte die trübe Stimmung am Freitag etwas auf. Die Ampeln stehen weiterhin auf orange, die Stimmung schwankt zwischen hoffen und bangen. Kaufsempfehlungen brauchen in diesem Umfeld Mut, obwohl cashflowstarke globale Leader wie BASF, ABB, Adecco und Holcim nun bei interessanten Supportkursen liegen. Wir würden aber noch abwarten, ob diese auch halten. (IHAG/mc/hfu)



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