Turin – Die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo ist dank guter Geschäfte im Wertpapierhandel mit überraschend viel Gewinn ins Jahr gestartet. Mit 2,76 Milliarden Euro verdiente das Institut im ersten Quartal 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und übertraf auch die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Der Umsatz im Handelsgeschäft habe sich nahezu verdoppelt, teilte Intesa am Freitag in Turin mit. Für 2026 rechnet Bankchef Carlo Messina weiter mit einem Überschuss von rund 10 Milliarden Euro.
Der Manager baut dabei auf höhere Einnahmen aus dem Versicherungssparte, dem Fondsgeschäft und der Vermögensverwaltung. Während in Italiens Bankenbranche eine Fusionswelle rollt, hat Messina für Intesa eine grössere Übernahme innerhalb des Landes ausgeschlossen, auch wegen kartellrechtlicher Bedenken.
Im ersten Quartal steigerte Intesa die Erträge im Jahresvergleich um gut fünf Prozent auf 7,15 Milliarden Euro. Die Betriebskosten gingen hingegen etwas zurück. Das Management hatte zuvor für die kommenden Jahre den Abbau von 6.100 Jobs angekündigt. Dies entspricht etwa sieben Prozent der gesamten Belegschaft. (awp/mc/pg)
