Kriselnde Bank Monte dei Paschi: Gespräche zwischen Italien/Unicredit scheitern

Guido Bastianini, CEO Monte dei Paschi (Bild: Gazzetta di Siena)

Rom – Die Verhandlungen zwischen der italienischen Regierung und der Unicredit über einen Verkauf der angeschlagenen Monte dei Paschi di Siena sind gescheitert. Trotz Bemühungen beider Seiten würden die Verhandlungen nicht fortgeführt, hiess es in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet, die Gespräche seien wegen Unstimmigkeiten über eine weitere Kapitalspritze für Monte dei Paschi sowie über die Geschäfte, die auf Unicredit übertragen werden sollen, gescheitert.

Uneinigkeit über die weitere Kapitalisierung
Uneinigkeit bestehe vor allem über die weitere Rekapitalisierung von Monte dei Paschi, hatte es aus den Kreisen geheissen. Dabei soll es um 7 Milliarden Euro gehen, die Monte dei Paschi benötige, bevor die Geschäfte an Unicredit übertragen würden. Das soll dreimal so viel sein, wie vom Finanzministerium zuvor prognostiziert.

Unicredit und Italien verhandelten seit Monaten über die Einzelheiten eines komplexen Deals, der letztendlich die Zerschlagung von Monte Paschi bedeuten würde. Die italienische Regierung, die 2017 die Mehrheit der kriselnden Bank übernahm, muss auf Geheiss der Europäischen Union ihren Anteil bis zum Jahresende abgeben. Die mehrere hundert Jahre alte Monte dei Paschi gilt als der grösste Sanierungsfall des italienischen Bankensektors. (awp/mc/hfu)


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