LUKB steigert Gewinn 2016 auf neuen Höchstwert

Daniel Salzmann

Daniel Salzmann, CEO Luzerner Kantonalbank. (Foto: LUKB)

Luzern – Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im Geschäftsjahr 2016 von einem verbesserten Zinsengeschäft profitiert und den Reingewinn auf einen neuen Höchstwert gesteigert. Die LUKB-Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung. Für das laufende Geschäftsjahr 2017 erwarten die Verantwortlichen ein gehaltenes Gewinnniveau.

Die Kantonalbank sei im laufenden Jahr sowohl intern durch die Umsetzung der neuen Strategie «2020@LUKB» wie extern durch das Negativzinsumfeld und den scharfen Wettbewerb gefordert worden, sagte CEO Daniel Salzmann am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Auf operativer Ebene konnte die Bank den Geschäftserfolg dennoch um 2,8% auf 210,0 Mio CHF verbessern. Unter dem Strich resultierte ein um 3,6% höherer Konzerngewinn von 186,6 Mio CHF. Die Aktionäre erhalten eine um 0,50 CHF erhöhte Ausschüttung von 11,50 CHF je Aktie.

Rückläufige Absicherungskosten
Im Zinsengeschäft (Netto-Ergebnis +5,0% auf 318,9 Mio CHF) profitierte die Kantonalbank von erneut deutlich gesunkenen Kosten für die Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken. Die LUKB war im Januar 2015 vom damaligen SNB-Entscheid, die Zinsen tief in den Negativbereich zu senken, noch «auf dem falschen Fuss erwischt» worden, wie Finanzchef Marcel Hurschler am Dienstag einräumte. 2016 hätten sich die Absicherungskosten aber 2016 im Vorjahresvergleich bereits halbiert und im laufenden Geschäftsjahr dürften sie noch weiter zurückkommen.

Neben der weiteren Ausdehnung des Hypothekargeschäfts trugen auch steigende Erträge aus dem Geschäft mit Negativzinsen zum verbesserten Zinsergebnis bei: Die LUKB habe sich schon recht schnell nach dem SNB-Entscheid eine starke Position im Geschäft mit negativ verzinsten Guthaben von Grosskunden aufgebaut, sagte der CFO. 2016 erwirtschaftete die Kantonalbank daraus Erträge von gut 36 Mio CHF.

Ebenfalls deutlich mehr Einnahmen erzielte die Bank im vergangenen Jahr im volatilen Handelsgeschäft (+32% auf 29,6 Mio CHF). Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (-0,3% auf 82,4 Mio) war dagegen von der Zurückhaltung der Kunden bei ihren Anlagen geprägt.

Klar über dem Vorjahr fiel allerdings auch der Geschäftsaufwand aus (+4,6% auf 216 Mio CHF). Im Rahmen der neuen Mehrjahres-Strategie erhöhte sich der Mitarbeiterbestand im vergangenen Jahr um fast 40 auf neu 980 Vollzeitstellen.

Mehr Hypothekarkredite
Weiterhin schnell unterwegs war die Kantonalbank im Hypothekargeschäft (+5,2%). Trotz einer immer schärferen Konkurrenz habe die LUKB ihre Führungsposition im Luzerner Hypothekarmarkt unterstrichen, sagte CEO Salzmann. So drängten verstärkt auch Versicherer und Pensionskassen ins Ausleihungsgeschäft, erinnerte er.

Klar legten auch die von der Kantonalbank verwalteten Kundenvermögen zu (+5,1% auf 28,2 Mrd CHF). Dabei flossen der Bank neue Kundengelder in Höhe von 838 Mio CHF (VJ 668 Mio) zu.

Gehaltener Gewinn 2017
Ein positives erstes Fazit zogen die Bankverantwortlichen über die neuen Initiativen im Rahmen der Unternehmensstrategie. Einige Probleme verursachte der LUKB im vergangenen Jahr das neue E-Banking, das auf dem Kernbankensystem Avaloq aufsetzt. Im Spätherbst 2016 habe die LUKB erste Optimierungen umgesetzt und für das laufende Jahr stellten die LUKB-Verantwortlichen weitere Verbesserungen in Aussicht.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 gibt sich die Bank insgesamt «vorsichtig optimistisch». Zwar dürfte im neuen Jahr ein höherer Geschäftsaufwand sowie höhere Abschreibungen anfallen, diese werde man aber durch ein verbessertes Zinsergebnis kompensieren. «Ohne unvorhergesehene Ereignisse» werde ein Ergebnis in der Grössenordnung von 2016 angestrebt, wird CEO Daniel Salzmann zitiert.

Am Aktienmarkt wurde der Abschluss der Kantonalbank am Dienstag freundlich aufgenommen. Die LUKB-Titel schlossen am Dienstag an einer insgesamt negativen Börse um 0,7% fester auf 409,50 CHF. (awp/mc/upd/ps)

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