Luzerner KB steigert Ertrag und Gewinn im ersten Halbjahr

Daniel Salzmann, CEO Luzerner Kantonalbank. (Foto: LUKB)

Luzern – Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat trotz Coronakrise im ersten Halbjahr sowohl den Ertrag als auch den Gewinn gesteigert. Das Institut geht davon aus, bis Ende Jahr alle quantitativen Ziele der aktuellen Strategieperiode 2016 bis 2020 erreichen zu können.

Die Luzerner Kantonalbank konnte im wichtigsten Geschäftsbereich, dem Zinsengeschäft, den Nettoerfolg um 2,6 Prozent auf 178,9 Millionen Franken steigern. Mit Blick auf die sich eintrübende Konjunktur habe die Bank aber die Wertberichtigungen für Kreditrisiken auf 6,8 Millionen erhöht (Mitte Jahr 2019: 1,2 Mio), heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg dank deutlich höheren Erträgen aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft um 5,5 Prozent auf 51,5 Millionen Franken. Noch stärker um 71,9 Prozent auf 24,3 Millionen legte der Handelserfolg zu.

Höhere Kosten
Der übrige ordentliche Erfolg hingegen wurde im März 2020 wegen des Börseneinbruchs stark durch Buchverluste belastet. Im zweiten Quartal 2020 konnte die LUKB den im Vorquartal eingefahrenen Verlust von minus 10,9 Millionen vollumfänglich kompensieren, so dass der kumulierte Erfolg Mitte Jahr 2020 wieder im Plus bei 460’000 Franken lag.

In der Summe resultiert nach dem ersten Semester 2020 ein Geschäftsertrag von 255,2 Millionen Franken, was einem Plus von 2,8 Prozent entspricht.

Der Geschäftsaufwand wiederum nahm um 5,3 Prozent auf 125 Millionen zu. Dabei erhöhte sich der Personalaufwand um 8,0 Prozent, während der Sachaufwand stabil blieb.

Unter dem Strich resultierte dennoch ein um 3,0 Prozent höherer Konzerngewinn von 103,5 Millionen. Damit hat die Bank die Erwartungen der Kollegen der Zürcher Kantonalbank übertroffen, die mit Erträgen von 246,5 Millionen und einem Konzerngewinn von 92,5 Millionen gerechnet hatten.

Die Kundenausleihungen wuchsen per 30. Juni 2020 nach Verrechnung mit den Wertberichtigungen um 1,45 Milliarden Franken auf 34,14 Milliarden (+4,4%). Davon entfielen 29,8 Milliarden (+3,2%) auf Hypotheken.

Per 30. Juni 2020 verwaltete die LUKB Kundenvermögen von 30,98 Milliarden (exkl. Doppelzählungen), was praktisch identisch mit dem Stand von Ende 2019 ist.

Leicht zuversichtlicher Ausblick
In die Zukunft blickt die Bank vorsichtig zuversichtlich. Die zweite Jahreshälfte 2020 werde ebenfalls intensiv ausfallen, heisst es weiter. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen und der zwischenzeitlich erfolgten Markterholung habe sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Konzerngewinn 2020 im obersten Bereich der ausgewiesenen Gewinnzahlen von 2016 bis 2019 liegen werde (Bandbreite: 187 bis 205 Millionen Franken). Bisher hatte es geheissen, dass ein Konzerngewinn im Rahmen dieser Bandbreite erwartet werde.

Die Bank ist zudem zuversichtlich, bis Ende Jahr alle quantitativen Ziele der aktuellen Strategieperiode 2016 bis 2020 zu erreichen. (awp/mc/ps)

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