Sarnen – Die Aktien der Matador Secondary Private Equity AG sind seit heute auch unter dem Tickersymbol SQL an der Schweizer Börse SIX kotiert. Der Referenzpreis liegt bei 3,85 Franken je Aktie, was einer Marktkapitalisierung von 57,7 Millionen Franken entspricht.
Ein Handel fand heute bis 10.40 Uhr allerdings noch nicht statt. Dies könnte an der noch fehlenden Anbindung an Handelssystemen von Banken liegen, hiess es von Händlern. Eine Stellungnahme der SIX lag nicht vor.
Ab dem 16. Juni würden die Titel in den Swiss All Share Index und den Investment Index aufgenommen, teilte die SIX am Montag mit. Die Matador-Aktie war bereits an der BX Swiss sowie in Deutschland über Xetra und Frankfurt handelbar. Mit dem Wechsel an die wichtigste Schweizer Börse will das Unternehmen einen breiteren Kreis institutioneller und internationaler Investoren ansprechen. Neue Aktien wurden im Rahmen der Kotierung nicht ausgegeben.
An der BX Swiss zeigte die Aktie dort zuletzt eine vergleichsweise stabile Entwicklung. In den vergangenen zwölf Monaten bewegte sich der Kurs überwiegend in einer Bandbreite von 3,80 bis 4,45 Franken.
SpaceX-Börsengang im Fokus
Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit auch der Beteiligung am Raumfahrtkonzern SpaceX, der in den USA am vergangenen Freitag an die Börse ging. Im Vorfeld hatte Matador bei einem erfolgreichen Börsengang zusätzliche Wertsteigerungen von rund 2 Millionen Franken sowie spätere Cash-Ausschüttungen von etwa 2,5 Millionen Franken in Aussicht gestellt.
Darüber hinaus ist die Gesellschaft indirekt an weiteren prominenten Wachstumsunternehmen beteiligt, darunter der Zahlungsdienstleister Stripe, die Digitalbank Revolut, die Designplattform Canva sowie das auf Verteidigungstechnologie spezialisierte Unternehmen Anduril.
2005 gegründet
Matador wurde 2005 gegründet und investiert ausschliesslich in sogenannte «Secondary Private Equity». Dabei erwirbt die Gesellschaft Beteiligungen an bestehenden Private-Equity-Fonds und erhält damit Zugang zu bereits aufgebauten Unternehmensportfolios mit laufenden Cashflows. Das Portfolio umfasst nach Unternehmensangaben mehr als 1’000 Unternehmen und ist breit diversifiziert.
Rund 62 Prozent der Investments entfallen demnach auf die USA, 33 Prozent auf Europa. Der Schwerpunkt nach Investmentstil liegt auf Small- und Mid-Cap-Buyouts, Large Buyouts sowie Technologie- und Venture-Capital-Beteiligungen. (awp/mc/ps)
