Partners Group schafft Ausstiegsmöglichkeit für Anleger von britischem Fonds

David Layton, Partner und CEO Partners Group. (Bild: Partners Group)

Baar – Der Privatmarktanbieter Partners Group schafft für die Anleger eines an der Londoner Börse kotierten Private Equity-Fonds eine Ausstiegmöglichkeit. Beim Fondsvehikel der «Partners Group Private Equity Limited» (PGPE) sollen Anleger künftig zwischen Beteiligungsaktien und Realisierungsaktien wählen.

Die vom unabhängigen Verwaltungsrat von PGPE beschlossene Zweiteilung erlaube den Aktionären die Wahl zwischen der Beteiligung an der langfristigen Strategie des Fonds und der Realisierung der Liquidität über die Zeit, heisst es in einer Mitteilung von Partners Group vom Donnerstag.

Ausgewogene Lösung
Die Anzahl der Realisierungsaktien wird dabei allerdings auf 30 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals beschränkt. Das entspreche bei vollständiger Ausübung einem Wert von rund 250 Millionen Euro, heisst es. Es handle sich um eine «ausgewogene Lösung» für eine Minderheit der Teilhaber, die Liquidität anstrebten, während die anderen Aktionäre an der langfristige Investition teilhaben könnten.

Mit dem Vorschlag will der Verwaltungsrat des Fonds nach eigenen Angaben die anhaltenden Abschläge angehen, mit denen die überwiegende Mehrheit der in Grossbritannien kotierten Investmentfonds gehandelt werden. Es handle sich um eine «pragmatische und umsetzbare Lösung»: «Sie gibt denjenigen, die aussteigen möchten, die Möglichkeit, dies auf geordnete und wertoptimierende Weise zu tun».

Der seit 2007 an der Londoner Börse kotierte Fonds umfasste per Ende April 2026 ein Vermögen von rund 800 Millionen Euro. Dieser hatte nach einer Konzentration von Private Equity-Investitionen in den Jahren 2021 bis 2023 wie auch wegen dem schwierigeren makroökonomischen Umfeld eine etwas schwächere Performance gezeigt.

Die Investoren des Fonds müssen dem Vorschlag der Zweiteilung nun noch an einer Generalversammlung zustimmen. Bei einem positiven Bescheid könnte die Zweiteilung der Titel im vierten Quartal 2026 in Kraft treten.

Aktie leicht schwächer
Partners Group war in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, weil der Privatmarktspezialist die Rücknahmen bei Evergreen-Fonds – das sind offene Fonds ohne Laufzeitbeschränkung – nach erhöhten Rücknahmeforderungen eingeschränkt hatte. Beim PGPE handle es sich allerdings nicht um eine offene Fondsstruktur.

Die Titel von Partners Group waren Anfang des Monats nach Bekanntwerden der Rücknahmeeinschränkungen zweistellig abgesackt und haben sich seither nur wenig erholt. Am Donnerstag stehen die Aktien an einer insgesamt schwächeren Börse um 1,4 Prozent im Minus bei 703,80 Franken. Für das Gesamtjahr 2026 resultiert für die Titel weiterhin ein Minus von rund 27 Prozent. (awp/mc/ps)

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