New York – Die Trennung vom Russland-Geschäft hat der Citigroup im vierten Quartal einen Gewinnrückgang eingebrockt. Dem gegenüber standen unter anderem überraschend hohe Erträge im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen. Im vierten Quartal reduzierte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden US-Dollar, wie das Institut am Mittwoch in New York mitteilte. Ohne Russlandbelastung hätte der Gewinn bei 3,6 Milliarden Dollar gelegen. Im Gesamtjahr verdiente Citi 14,3 Milliarden Dollar und damit 13 Prozent mehr als 2024.
Das Institut hatte Ende Dezember mitgeteilt, die erforderlichen internen Genehmigungen erhalten zu haben, die AO Citibank zu verkaufen, die die verbliebenen Geschäfte in Russland betreibt. Daraus ergab sich vor Steuern ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar. Der Abschluss des Verkaufs wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet.
Citi-Chefin Jane Fraser zeigte sich mit dem Gesamtjahr zufrieden: Das Institut habe 2025 «bedeutende Fortschritte» gemacht. Sie bestätigte das Ziel, im laufenden Jahr eine Eigenkapitalrendite von 10 bis 11 Prozent zu erzielen und die Citigroup so für Renditen über diesem Niveau in den folgenden Jahren zu positionieren. 2025 lag die Eigenkapitalrendite exklusive Sondereffekten bei 8,8 Prozent. (awp/mc/pg)
