Saxo Bank Rohstoffkommentar: Konjunkturdaten aus China beflügeln Industriemetalle

Ole S. Hansen

Ole S. Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. (Bild: Saxo Bank)

„Chinas Rohstoffimporte haben sich im Juli stark erholt. Insbesondere die Energie- und Metallsektoren konnten ein starkes Wachstum verzeichnen“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Ob das nun ein Zeichen für eine Konjunkturbelebung oder nur eine Aufstockung der Lagerbestände ist, bleibe allerdings abzuwarten. „Dennoch haben Industriemetalle einen Schub erhalten. Es gab eine deutliche Ausweitung der Short-Positionen auf Kupfer, was auch einen positiven Effekt auf Silber und mit Abstrichen auf Gold hatte“, so Hansen weiter.

Die Preise der Schlüsselmetalle wie Kupfer und Eisen seien weiterhin stark von der Nachfrage des weltgrössten Konsumenten China abhängig. „Das sieht man deutlich daran, dass im Juli der Import von Roheisen einen neuen Rekordstand erreichte, während der Kupferimport auf Jahressicht zwölf Prozent zulegen konnte“, sagt der Rohstoffexperte.

WTI-Rallye gestoppt
Auf den Ölmärkten ging es hingegen bergab. Grund hierfür seien Zweifel gewesen, die nach der wöchentlichen Benzin-Bestandsaufnahme aufkamen, ob die Nachfrage in den USA die erhöhte Produktion im Juli überhaupt vollständig verzehren könne. „Die WTI-Rallye im Juli war getrieben von der starken Nachfrage bei US-Raffinerien, um den erhöhten Benzinverbrauch während der Ferienzeit zu gewährleisten“, sagt Hansen. Nun hätten die Lagerdaten überraschendweiser gezeigt, dass die Benzin-Bestände gewachsen sind, anstatt wie erwartet zu schrumpfen. (Saxo Bank/mc/ps)

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