Schaffhauser Kantonalbank steigert Gewinn im ersten Halbjahr deutlich

Alain Schmid

Alain Schmid, Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Schaffhauser Kantonalbank. (Foto: SHKB)

Schaffhausen – Die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr verdient als vor Jahresfrist. Während die tiefen Zinsen die Geschäftsentwicklung weiterhin dämpften, konnte die Bank im Anlage- und Beratungsgeschäft zulegen.

Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung kletterte in den Monaten von Januar bis Juni um 14 Prozent auf 37,4 Millionen Franken, wie das Institut am Freitag mitteilte. Der Halbjahresgewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenso klar auf 25,9 Millionen.

Lukratives Anlagegeschäft
Die intensivierten Kundenkontakte und der Ausbau der Beratungsdienstleistungen hätten im Anlagegeschäft Wirkung gezeigt, hiess es. In Kombination mit der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten führte dies zu einer Steigerung des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um gut 15 Prozent auf 23,9 Millionen Franken.

Demgegenüber bremse das anhaltende Nullzinsniveau das Zinsgeschäft, vor allem bei den vom Leitzins direkt abhängigen Geldmarkthypotheken. Deren Anteil sei bei der SHKB im Vergleich zu Mitbewerbern hoch. Insgesamt legte der Bruttoerfolg im Zinsgeschäft dennoch um 2,1 Prozent auf 41,3 Millionen Franken zu.

Im Erfolg aus dem Handelsgeschäft musste die SHKB indes einen Rückgang um 6,0 Prozent auf 7,3 Millionen Franken hinnehmen.

Insgesamt nahm der Betriebsertrag um 8,6 Prozent auf 77,5 Millionen Franken zu, während der Geschäftsaufwand mit 5,5 Prozent auf 37,9 Millionen weniger deutlich anstieg. Die Cost-Income-Ratio ging um 0,9 Prozentpunkte auf 48,9 Prozent zurück.

Mehr Kundengelder
Die Bilanz der SHKB wuchs gemessen an deren Summe um 3,3 Prozent auf 11,0 Milliarden Franken. Dabei nahm der Bestand an Kundengeldern um 2,2 Prozent auf 6,35 Milliarden zu. Ein bedeutender Teil der Neugelder sei in Vorsorge- und Sparpläne sowie Vermögensverwaltungslösungen investiert worden, hiess es. Die Kundenausleihungen verblieben mit 8,62 Milliarden auf Vorjahresniveau.

Bis Jahresende rechnet die SHKB nicht mit einer Erhöhung des SNB-Leitzinses. Trotz anhaltender Herausforderungen blicke man aber zuversichtlich in die Zukunft, etwa auch weil die Massnahmen zur Verbesserung der Ertragslage und die Diversifikation der Ertragspfeiler Wirkung zeigten.

In Schaffhausen schreitet derweil die Planung zur Erneuerung des Hauptsitzes voran. Im Herbst 2027 werden laut den Angaben wegen des Umbaus 280 Mitarbeitende in zwei vorübergehende Standorte umziehen. Dabei entstehe am Herrenacker 7 für einen Zeitraum von rund drei Jahren die zentrale Anlaufstelle für die Kundschaft. (awp/mc/pg)

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