Tessiner Kantonalbank verbucht 2025 deutlich tieferen Gewinn

Tessiner Kantonalbank

(Foto: Banco Stato)

Bellizona – Die Tessiner Kantonalbank hat im vergangenen Jahr die Nullzinsen zu spüren bekommen und erneut einen tieferen Gewinn geschrieben. Im Hypothekargeschäft konnte das Staatsinstitut dagegen auch 2025 weiter zulegen.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis bildete sich um ein Viertel auf 110,7 Millionen Franken zurück, wie die Banca dello Stato del Cantone Ticino (BancaStato) am Freitag mitteilte. Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von 60,0 Millionen Franken knapp 28 Prozent weniger als im Vorjahr. Positiv wirkten sich dabei deutlich geringere Rückstellungen für allgemeine Bankenrisiken aus. Hier stellte die Bank nur 47 Millionen zurück, im Vergleich zu 60 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Der Kanton Tessin erhält von seiner Kantonalbank eine etwas tiefere Ausschüttung von 57,4 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr noch gut 60,1 Millionen in die Staatskasse geflossen waren.

Rückläufiger Zinserfolg
Insgesamt erwirtschaftete die BancaStato einen um 8,7 Prozent tieferen Geschäftsertrag von 321,0 Millionen Franken. Am stärksten war das Minus beim Netto-Erfolg aus Zinsengeschäft, der wegen der gesunkenen Leitzinsen um 12,7 Prozent auf 228,9 Mio Franken zurückging.

Ein leichtes Plus gab es dabei beim Erfolg aus dem Geschäft mit Kommissions- und Dienstleistungen (+2,6%) wie auch dem Handelsgeschäft (+9,6%).

Der Geschäftsaufwand legte gleichzeitig um 2,9 Prozent auf 196,9 Millionen Franken zu. Die Bank verwies in der Mitteilung auf Investitionen in Organisation und Risikomanagement sowie auf strengere regulatorische Anforderungen bei gleichzeitig stark gewachsenem Geschäft.

Weiteres Hypothekarwachstum
Im Hypothekargeschäft war die Kantonalbank mit einem Plus um 3,6 Prozent auf 12,8 Milliarden Franken weiterhin schnell unterwegs. Die verwalteten Vermögen erhöhten sich auf 24,1 Milliarden Franken (+3,0%). Die Netto-Neugeldzuflüsse fielen mit 711,0 Millionen Franken stärker aus als noch im Vorjahr (613,5 Millionen).

Einen Beitrag habe auch die Axion Swiss Bank geleistet, betont die BancaStato. Die Resultate der Privatbankentochter bewegten sich weiterhin auf hohem Niveau und stellten innerhalb der Gruppe eine wichtige Ertragsquelle dar. (awp/mc/pg)

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