«Troika» arbeitet mit Hochdruck in Athen

Griechenland

Athen – Die Experten der «Troika» setzen ihre Kontrollen in Griechenland am heutigen Montag fort. Die Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU trafen sich am Wochenende mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos. Wie es am Montagmorgen aus Kreisen des Finanzministeriums hiess, seien die Berichte für dieses und das kommende Jahr abgeschlossen.

Bei dem neuen Treffen am Montag sollte die Tragbarkeit der griechischen Schulden für die Jahre 2013 und 2014 geprüft werden. Weitere sechs Milliarden Euro fehlten dafür noch und müssten durch zusätzliche Massnahmen gesichert werden, wollte die griechische Presse erfahren haben.

Griechische Schuldenlast überhaupt tragbar?

Vom Bericht der «Troika» hängt nicht mehr nur die Auszahlung der dringend benötigten nächsten Tranche der Kredithilfen für Griechenland in Höhe von acht Milliarden Euro ab. Die Experten sollen ausserdem eine Einschätzung abgeben, ob die griechischen Schulden unter den jetzigen Bedingungen der Hilfeleistungen überhaupt tragbar sind. Von ihrem Bericht werden die Entscheidungen abhängen, die die EU und vor allem Berlin und Paris in den kommenden Wochen fassen wollen, hiess es aus diplomatischen Kreisen in Athen am Montag.

Merkel und Sarkozy kündigen «Gesamtpaket» an
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatten am Sonntagabend in Berlin angekündigt, ein «Gesamtpaket» zur Euro- und Bankenrettung bis Ende des Monats vorzulegen. Deutschland und Frankreich seien sich ihrer Verantwortung bewusst, betonten die beiden Politiker. Gleichzeitig verdichteten sich am Wochenende die Anzeichen, dass für Griechenland ein drastischer Schuldenschnitt, der einer Insolvenz gleichkommt, erwogen wird. (awp/mc/ps)

EZB

IWF

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