Altdorf UR – Die Urner Kantonalbank hat im ersten Halbjahr 2026 weniger verdient. Der Gewinn sank auf 8,9 Millionen Franken nach 10,3 Millionen im Vorjahr. Das Wachstum im Kerngeschäft konnte den tieferen Ertrag aus dem Zinsengeschäft nicht kompensieren.
Der Geschäftsertrag sank gegenüber der Vorjahresperiode um 2,4 Prozent auf 25 Millionen Franken, wie die Urner Kantonalbank (UKB) am Donnerstag mitteilte. Als Grund nannte sie den anhaltenden Druck auf die Zinsmargen. Der Nettoerfolg im Zinsengeschäft fiel um 1 Millionen auf 18,6 Millionen.
Positiv entwickelte sich dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einem Plus von 7,8 Prozent. Ausschlaggebend dafür war unter anderem das Depotvolumen, das um 9 Prozent wuchs.
Im Kerngeschäft konnte das Unternehmen zulegen: Die Kundenausleihungen stiegen im ersten Halbjahr um 69,7 Millionen Franken oder 2,1 Prozent. Die Kundengelder legten um 10 Millionen Franken zu.
Auf der anderen Seite stieg der Geschäftsaufwand um 5,5 Prozent auf 14,9 Millionen Franken. Die Bank investierte in strategische Projekte, die Digitalisierung und baute den Personalbestand aus, hiess es in der Mitteilung.
Das Eigenkapital beläuft sich laut der Mitteilung neu auf 358 Millionen Franken. Damit übertreffe die UKB die Mindestanforderungen der notwendigen Eigenmittel deutlich und sehe sich gerüstet für steigende regulatorische Anforderungen.
Die Tochtergesellschaft Kamuno AG habe ihre Wachstums- und Geschäftsziele noch nicht erreicht, hiess es weiter. Im ersten Halbjahr 2026 habe sie ihre Vertriebspartnerschaften aber weiter ausgebaut. (awp/mc/ps)
