US-Grossbank Citigroup verdient deutlich weniger

Michael Corbat, ehemaliger Citigroup-Konzernchef. (Foto: Citigroup)

New York – Hohe Sonderkosten und Belastungen durch die Corona-Krise sowie eine Millionenstrafe der US-Behörden haben der Citigroup im dritten Quartal zugesetzt. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Nettogewinn um rund ein Drittel auf 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro), wie die US-Grossbank am Dienstag in New York mitteilte. Insgesamt sanken die Erträge um sieben Prozent auf 17,3 Milliarden Dollar. Dennoch übertrafen die Ergebnisse die Markterwartungen, die Aktie legte vorbörslich um zwei Prozent zu.

Während die Citigroup im Wertpapierhandel und Investmentbanking Zuwächse verbuchte, litt das Privatkundengeschäft etwa unter geringeren Kreditkartenausgaben. Die Kosten für Kreditausfälle sanken zwar gegenüber dem Vorquartal, blieben mit 1,9 Milliarden Dollar aber auf hohem Niveau. Zudem drückte eine Strafe in Höhe von 400 Millionen Dollar die Bilanz, die US-Aufsichtsbehörden jüngst wegen langjähriger Mängel im Risikomanagement und bei der internen Kontrolle verhängten. (awp/mc/ps)

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